Improtheater im Springbrunnenbecken in Glarus
Theater ist etwas, das Menschen in allen Kulturkreisen kennen. Es braucht eine Fläche, die als Bühne dient, dazu ein Publikum, das zuschaut, was auf dieser Fläche passiert. Beides zusammen ergibt Theater. Mehr braucht es nicht. Das gilt auch für Menschen, die keine Theatererfahrung haben, aber dafür die Offenheit, etwas Neues auszuprobieren. Eine Gruppe von zwölf Personen aus verschiedenen Ländern war Anfang Dezember auf den Spuren des Theaters. Speziell dabei: Die Suche fand draussen statt, im Volksgarten in Glarus. Sie nutzten den stillgelegten Springbrunnen als Bühne. Mit einem Theaterpädagogen liessen sie sich auf ein Improvisationsspiel ein: «Künstler und Statue». Dabei spielt eine Person die Statue und lässt sich von einer anderen Person, die als Künstler auftritt, formen zu einer ausdrucksstarken Skulptur. Die Bühne war die Mitte des Springbrunnens. Einige Künstler «verarbeiteten» gleich mehrere Statuen zu einer grossen Skulptur. Da es für die teilnehmenden Menschen ungewohnt war, in der Öffentlichkeit aufzutreten, einigte sich die Gruppe darauf, Theatermasken zu tragen. So fühlten sie sich unbeschwerter und erschufen eine grosse Vielfalt an dramatischen, aber auch vergänglichen Kunstwerken.