RhB-Zug wird geblitzt
Handy-Filmchen aus Führerkabinen – da war ja erst kürzlich eine kleinere Geschichte am Laufen. Und jetzt geht bereits das nächste Video aus einem Führerstand und aus Graubünden viral. Diesmal stammt der Clip von einem Lokführer der RhB, der in der Nähe von Schiers filmt, wie sein Zug von einem mobilen Radargerät der Kantonspolizei Graubünden geblitzt wird. «Tätätä - knappe 90 und das in der 50er-Zone. Achtung - und Foti», kommentiert der Lokführer den Moment, als er geblitzt wurde.
Während das Video aus dem Lastwagen den Fahrer seinen Job gekostet hat, ist der RhB-Lokführer mit dem Schrecken davon gekommen. Das dafür gleich doppelt. Denn zunächst hatte der Mann den Clip nur im kleinen Freundeskreis einigen Personen geschickt, wie RhB-Mediensprecherin Yvonne Dünser gegenüber «suedostschweiz.ch» sagt: «Er war selber überrascht und auch erschrocken, dass es immer weiter und unkontrollierbar geteilt wurde. Es wird ihm eine Lehre sein.»
Wie der Vorgesetzte des Lokführers auf das Video im Detail reagiert hat, entzieht sich unserer Kenntnis, allzu sehr dürfte sich der Mann aber nicht auf das Vier-Augen-Gespräch gefreut haben. Damit der Vorfall aber nicht nur für den Lokführer eine Lehre sein wird, nutzt die RhB das Video, «um generell die Belegschaft wieder einmal darauf aufmerksam zu machen, dass ein bewusster Umgang mit den sozialen Medien angebracht ist», sagt Yvonne Dünser.
Sicherheit war nie in Gefahr
Nicht zu vergleichen ist das RhB-Lokführer-Blitzer-Video mit dem Lastwagen-Velofahrer-Fluchtiraden-Video in rechtlicher Hinsicht oder in Sicherheitsfragen. Denn: Die Lokführer dürfen, und müssen manchmal sogar, während der Arbeit das Handy benutzen. «