Postauto hält an Standort fest
Nach dem verheerenden Grossbrand im Postauto-Depot an der Ecke Oberalpstrasse/Daleustrasse in Chur wurde umgehend ein Postauto-Krisenstab gebildet. In der Zwischenzeit hat sich dieser in eine Task Force umstrukturiert, die den Betrieb mittel- und langfristig sichern soll.
Am Montagnachmittag wurde der Stand der Dinge besprochen: Wie lief der Betrieb am Wochenende? Wie sieht es aus mit Ersatzfahrzeugen? Wie sehen die Arbeiten der nächsten Tage und Wochen aus? Diese und weitere Fragen wurden geklärt.
Wochenendbetrieb war im Ausnahme-Zustand
«Das letzte Wochenende war eines der stärksten überhaupt, da wir aufgrund des guten Wetters sehr viele Tagestouristen in der Region hatten», sagt Walter Schwizer, Leiter Betrieb Ost von Postauto auf Anfrage von «suedostschweiz.ch». Dennoch konnte der Betrieb dank zugezogener Fahrzeuge vollumfänglich gesichert werden. «Klar gab es teilweise Türstörungen, man kannte vielleicht nicht alle Fahrzeuge ganz genau; aber wir mussten keine Gäste stehenlassen.»
Ersatzbeschaffung hat oberste Priorität
Rund zehn Prozent aller Bündner Postautos sind als Reserve eingeplant. Diese wurden über das Wochenende aus den Regionen abgezogen, um den Betrieb von Chur aus sicherstellen zu können. Hinzu kamen weitere Fahrzeuge aus den Kantonen Bern, Aarau und Zürich, welche die Flotte bereits seit Donnerstag ergänzen. Man müsse nun abklären, welche Postautos bis auf weiteres behalten werden können und welche wieder zurück müssen, so Schwizer.