Phänomen Davos erforscht
Am kommenden Samstag stellt sie ihre Erkenntnisse im Forum Bau+Kultur den Davosern vor.
Tief im Hinterland der Schweiz, fernab von Europas Metropolen London, Berlin, Paris, Wien oder Rom, hat sich ein Dorf einer faszinierenden Verwandlung unterzogen. Die Landschaft Davos ist zur Stadt gewachsen. Diese aussergewöhnliche Urbanisierung hat das Interesse der Münchner Architektin Roswitha Goy geweckt. In ihrer Diplomarbeit an der Technischen Universität Wien geht sie dieser faszinierende Transformation der ländlich, alpinen Peripherie auf den Grund. Was sind die charakteristischen Wesenszüge, die Davos von anderen Schweizer- oder Alpen-Städten unterscheiden? Wie sieht Davos heute aus? Welche Muster haben die verschiedenen Schichten der Geschichte über die Stadt gelegt? Wie gewinnt man den Überblick über das Durcheinandertal? Welche Potenziale bietet die höchstgelegene Stadt Europas? Wie gelingt die Synthese von Stadt und Landschaft? Wo werden die Grenzen zwischen Stadt und Land sichtbar, wie manipulierbar sind sie, und wann droht das Verhältnis aus dem Gleichgewicht zu geraten? Wie bringt man die Walser, den Massentourismus und die «Global Leaders» alle unter einen Hut? Wie meistern andere Orte solche Herausforderungen? Setzt sich ein Phänomen gegen die anderen durch? Welche Potenziale bietet die höchstgelegene Stadt Europas, und mit welchen Problemen ist sie konfrontiert? Und wie sieht eigentlich das Davos der Zukunft aus? Darauf kann natürlich auch Roswitha Goy nicht «die Antwort» geben. Doch ihre Gedankenspiele zeigen, was passieren könnte oder was vielleicht an anderen Orten bereits passiert ist – eine Warnung, ein Traum, ein Wunsch oder gar der Untergang? Am Samstag um 20 Uhr im Kulturplatz erfährt man endlich mehr.
Vortrag Forum Bau+Kultur: Phänomen Davos, am Samstag 15. Mai, von 20 bis 22 Uhr im Kulturplatz/Arkadenplatz. Die Teilnahme ist kostenlos (Unkostenbeitrag willkommen).