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Graubünden

Fast in jedem zweiten Hallenbad in Glarus und Graubünden ist die Wasserqualität ungenügend

Südostschweiz
15.01.2024, 11:07 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Im vergangenen Jahr fand in 127 Bündner und Glarner Hotels, Stockwerkeigentümergemeinschaften und kommunalen Hallenbädern eine amtliche Überprüfung statt. In 189 Schwimm- und Badebecken wurden der pH-Wert und der Chlorgehalt an Ort und Stelle überprüft. Zusätzlich wurde das Badewasser auf Desinfektionsnebenprodukte und Mikroorganismen im Labor untersucht.

77 von 189 Proben mussten gemäss einer Mitteilung des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Anforderungen beanstandet werden. Das sind sieben Prozent mehr als im Jahr 2022. Damals waren es 34 Prozent, jetzt 41. Betroffen sind 48 Prozent aller überprüften Betriebe beziehungsweise 51 Prozent der Hotelbäder, 37 Prozent der Bäder im Stockwerkeigentum und 33 Prozent der Hallenbäder.

Chlor als häufigster Grund

«Am häufigsten wurde der Chlorgehalt beanstandet», schreibt das kantonale Amt weiter. Der Betrieb von fünf Whirlpools musste aufgrund überhöhter Konzentrationen an Legionellen oder Chlorat vorübergehend eingestellt werden. «Auch wenn keine unmittelbare Gesundheitsgefahr bestand, zeigen die Resultate, dass die gute Verfahrenspraxis nicht immer beherrscht wird.» Als Konsequenz müssen laut Mitteilung die Betreiber nun wirksamere Massnahmen zur Gewährleistung von einwandfreiem Badewasser aufzeigen. (red)

Ständige Selbstkontrollen erforderlich
Betreiber von öffentlichen Bädern sind zur Qualitätssicherung ihrer Anlagen verpflichtet. Dazu gehört unter anderem die Überprüfung, ob das Badewasser jederzeit den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Dabei sollen die Badegäste vor negativen mikrobiologischen und chemischen Einflüssen geschützt werden. Der Gesetzgeber schreibt bestimmte Parameter in Badewasser vor.

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