708 Personen wollen die Blaue Post in Chur unter Denkmalschutz stellen
«Die Blaue Post im Zentrum von Chur gehört zu den wichtigsten Zeugen der Nachkriegsmoderne in Graubünden.» Dieser Meinung sind jene 708 Personen, die in den letzten 30 Tagen eine Petition für den Schutz des Bauwerks zwischen der Gäuggelistrasse und dem Stadtgartenweg unterschrieben haben. Die Blaue Post sei sowohl in architektonischer, städtebaulicher wie auch sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Hinsicht ein Gebäude, welches geschützt werden müsse.
So wurde vom Bündner Heimatschutz und den kantonalen Sektionen diverser Fachverbände eine Petition lanciert, die vom Churer Stadtrat eine kantonale Unterschutzstellung des noch immer ungeschützten Baudenkmals verlangt. Das zum Gesamtensemble gehörende alte Postgebäude stehe bereits unter bundes- und kantonalem Denkmalschutz. Nur so könne ein denkmalgerechter Umgang mit dem bedeutenden Bauwerk gewährleistet und dessen Zeitzeugenschaft erhalten werden, schreibt das Petitionskomitee. «Die grosse Zahl der in kurzer Zeit gesammelten Unterschriften zeigt, dass die Forderung nach einem Erhalt der Blauen Post in ihrer bauzeitlichen Substanz und Gestalt sehr breite Akzeptanz findet», meint Ludmila Seifert, Erstunterzeichnende und Geschäftsführerin des Bündner Heimatschutzes.
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