Noch nie sassen so viele Wintersportler auf Bündner Sesselliften wie in der vergangenen Saison
Seit dem Wochenende stehen die Skilifte auf Diavolezza und in der Silvrettaarena still. Damit ist die Wintersportsaison in Graubünden zu Ende. Am Dienstag hat Bergbahnen Graubünden ein Fazit zur Wintersaison gezogen: Der Winter 2024/25 wird nach einem erfreulichen Vorjahr mit dem Prädikat «ausgezeichnet» in die Geschichte eingehen, schreibt die Branchenorganisation in einer Mitteilung. Die Gründe dafür sind eine Steigerung beim Transportumsatz um mehr als 20 Prozent und bei der Gästezahl um über 13 Prozent. Bergbahnen Graubünden schreibt vom besten Winter der vergangenen 15 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Zunahme beim Transportumsatz gut 6 Prozent und bei den Gästen knapp 5 Prozent.
Die Gründe für die erfolgreiche Saison sind der frühe, ergiebige Schneefall, gutes Wetter über die Festtage und die überdurchschnittlich hohe Anzahl an sonnigen Tagen. Dies zeigt sich in der Auswertung: keine absoluten Spitzentage, sondern stetig hohe Auslastungen und wenige Ausfalltage aufgrund von Wind, Sturm, Schneefall oder Lawinen. Zudem seien die Temperaturen für die technische Beschneiung und damit für den Erhalt der Schneedecke optimal gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Neben zahlreichen Gästen aus dem Inland hat die Gästezahl aus Übersee zugenommen.
Laut Bergbahnen Graubünden helfen die positiven Zahlen, um die Erneuerung und den Ausbau der Anlagen voranzutreiben. «Die Erträge des Winters sind das Rückgrat und ermöglichen die notwendigen Angebotsentwicklungen zur Stärkung des Sommers, die aufgrund des Klimawandels unabdingbar sind», wird Markus Moser, Präsident Bergbahnen Graubünden, in der Mitteilung zitiert.
Auch national «ausserordentlich gut»
Auch die Schweizer Bergbahnen blicken auf eine «ausserordentlich gute» Wintersaison zurück. Konkret sei es die beste Saison der letzten Dekade, teilte der Verband Seilbahnen Schweiz mit. Insbesondere kleinere und tief gelegene Unternehmen hätten überdurchschnittlich profitiert. Schweizweit waren elf Prozent mehr Gäste mit Seilbahnen unterwegs als im Vorjahr. Alle Regionen konnten das gute Ergebnis vom Vorjahr halten oder verbessern. Zweistellige Zuwachsraten wiesen die Waadtländer und Freiburger Alpen (+31 Prozent), das Berner Oberland (+21 Prozent), die Zentralschweiz (+20 Prozent) sowie die Ostschweiz (+17 Prozent) auf. Das Tessin (+7 Prozent), das Wallis (+6 Prozent) und Graubünden (+5 Prozent) erzielten einstellige Wachstumsraten.
92 Prozent im Winter und 8 Prozent im Sommer
Bis auf ein paar wenige, kleine Bergbahnen sind alle Bündner Bergbahnunternehmen Mitglied von Bergbahnen Graubünden. Zusammen erwirtschaften sie einen Jahresumsatz von 390 Millionen Franken; 60 Prozent Personentransport, 30 Prozent Nebenbetriebe wie Gastronomie, Hotellerie, Vermietung und 10 Prozent übrige Erträge. Die Bündner Bergbahnen erwirtschaften 92 Prozent ihres Transportumsatzes im Winter und 8 Prozent im Sommer.