Harrys Ausgangstipps: Das läuft in Graubünden, Glarus, St. Gallen und Zürich
Einer meiner Lieblingsausdrücke zurzeit ist «strategische Inkompetenz». Dabei handelt es sich um das Phänomen, dass Menschen sich absichtlich dumm oder unfähig stellen, um sich vor einer ungeliebten Aufgabe zu drücken. Die Klassikersätze dazu wären in etwa: «Du kannst das viel besser als ich» oder «Ich weiss einfach nicht, wie das geht». Und wer hat diese Sätze nicht schon gehört? Sei es nun die Organisation der Firmen-Weihnachtsfeier, die Reparatur des Velos, das Stopfen von Socken oder das Bestellen im Darknet. In gewissen Momenten sind wir doch alle gerne inkompetent.
Die Frage ist jedoch, ob es sich um strategische oder tatsächliche Inkompetenz handelt. Denn es gibt schon einen Unterschied zwischen der Unfähigkeit, den Kompost zu entsorgen, und jener, einen schönen Konzert-Flyer zu gestalten. Die Frage ist also, wie schwierig es ist, sich eine gewisse Fähigkeit anzueignen. Doch es gibt auch einfach Menschen, die gewisse Dinge besser können. So bin ich persönlich beispielsweise nicht so versiert in feinmotorischen Dingen, weshalb ich sie gerne andern überlasse. Doch würde ich mich öfter dazu zwingen, wäre ich vielleicht besser.
Insofern hat sich durch meinem Wissen um «strategische Inkompetenz» nicht viel geändert. Ich drücke mich nach wie vor um Dinge, die ich nicht gerne tue. Doch wenigstens bin ich mir dessen nun bewusst und kommuniziere deshalb offener. Anstatt zu sagen, «kannst du mir mal zeigen, wie ich am besten einen Reissverschluss annähe», und darauf zu hoffen, dass ich am Ende gar nichts tun muss, sage ich mittlerweile: «Es tut mir leid, aber hier muss ich strategisch die Inkompetenz-Karte spielen.» Denn so bin ich zwar transparent, scheitere aber weiterhin erfolgreich …
Zum Programm
Am Freitag, 13. Oktober, macht Eisenhower das «Viva» unsicher, DJToru mixt im «Viva», Shenko, LeonardoAzevedo und Duontos beleben das «Cubano», TheJeffMezzrow spielt im «Palazzo», und streichelt im «KulturpunktGR» die Saiten. Derweil legt im «Kulturplatz» in Davos auf, und überraschen im «Schweizerhof» in Lenzerheide. In Glarus untermalt das Beerpong-Turnier im «Holästei» musikalisch, stehen im «Jazzkeller» in Sargans auf der Bühne, und musizieren in der «Tangente» in Eschen. In St. Gallen begeistern im «Palace», und und beschallen die «Tankstell». In Zürich gibt es Rap mit und später Elektronisches mit im «Exil», D'n'B mit im «Space 2.0», Balkan mit dem im «Moods», und Verschiedenes mit , und im «Helsinki».