Eine Vorschau auf Kommendes
Zwischen dem 13. Oktober und dem 3. Januar zeigt das Kirchner Museum Davos eine hochkarätige Kollektion von Meisterwerken der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Die Ausstellung «Neue Meisterwerke. Sammlung Ulmberg» vereint die herausragenden Kunstwerke der Sammlung Ulmberg, ergänzt durch einzelne Werke des Kirchner Museum Davos. Im Mittelpunkt stehen neben den Gemälden Ernst Ludwig Kirchners weitere Meisterwerke des Expressionismus, der klassischen Moderne und der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese einzigartige Präsentation beleuchtet die Synergien zwischen den beiden bedeutenden Kunstsammlungen und zeigt auf, wie die Sammlung des Kirchner Museum Davos mit der Übernahme der einzigartigen Bestände der Sammlung Ulmberg wächst und sich vertieft.
Besucherinnen und Besuchern bietet sich somit eine einmalige Chance, hochkarätige Kunstwerke zu sehen, die zuvor noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Gleichzeitig nutzt das Kirchner Museum Davos diese Ausstellung, um der Bevölkerung einen Einblick in die fantastische Sammlung zu geben, welche in Davos ihre neue Heimat finden soll. Dies ist ein weiterer Meilenstein im Projekt «Sammlung Ulmberg», bei dem es um einen Erweiterungsbau des als Architekturikone geltenden Museumsgebäudes geht. Dieser ist notwendig, um die Sammlung mit den rund 100 Meisterwerken überhaupt aufnehmen zu können, da die heutigen Platzverhältnisse im Museum dazu nicht ausreichen würden.
Von der «Brücke» ...
Der starke lokale Bezug zu Davos zeigt sich innerhalb der Sammlung Ulmberg an den umfangreichen Beständen zum malerischen Werk von Ernst Ludwig Kirchner (1880 bis 1938) und Philipp Bauknecht (1884 bis 1933). Expressionistische Meisterwerke aus der Hand Kirchners, sowohl aus der Zeit vor als auch nach seiner Emigration in die Schweiz, bilden gemeinsam mit thematisch passenden Highlights aus der Sammlung des Kirchner Museum Davos den Auftakt der umfangreichen Gemäldepräsentation. Kirchners Malerfreunde und Brücke-Kollegen – Erich Heckel (1883 bis 1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884 bis 1976) und Max Pechstein (1881 bis 1955) – überzeugen durch farbintensive und ausdrucksstarke Gemälde. Diese Künstlergruppe revolutionierte die Kunst ihrer Zeit mit der Etablierung der expressiven Malweise, den leuchtenden Farben und kräftigen Formen. Abseits der Künstlergruppe Brücke ergänzen Werke von Max Beckmann (1884 bis 1950) den Bereich der Klassischen Moderne. Die rätselhafte Symbolik und dunkle Farbigkeit dieser Gemälde werden durch die leuchtend, kristallinen Farbflächen Lyonel Feiningers (1871 bis 1956) kontrastiert.