So gefährlich ist die neuentdeckte Qualle im St. Moritzersee
Die Eigenschaften der Süsswasserqualle
Die Süsswasserqualle, auch als Craspedacusta sowerbii oder Pfirsichblüten-Qualle bekannt, ist eine bemerkenswerte Spezies mit einzigartigen Eigenschaften, wie auf «neobiota.info» zu lesen ist. Mit einem Wassergehalt von 99,3 Prozent stellt sie das Tier mit dem höchsten Wassergehalt dar und bewohnt bevorzugt langsam fliessende oder stehende Gewässer, in denen sich die Uferzone erwärmen kann. Daher bietet der St. Moritzersee sehr gute Voraussetzungen für die Qualle. Zudem trägt Sie am Schirmrand bis zu 600 nesselbesetzte Tentakel.
Die Fortpflanzung der Craspedacusta sowerbii ist ein hochinteressanter Prozess. Während die Medusen, die erwachsene Geschlechtsform, sich sexuell vermehren, erfolgt die Vermehrung der Polypen meist asexuell durch Knospung, Querteilung oder Frusteln. Frusteln sind kleine, ovale Strukturen, die sich aus einem Polypen entwickeln und sich zu eigenständigen Individuen entwickeln können. Diese Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung ermöglicht es den Süsswasserquallen, sich effizient zu vermehren und sich an verschiedene Umgebungen anzupassen.
Der Ursprung im Yangtze-Fluss
Die Pfirsichblüten-Qualle ist ursprünglich vermutlich in China im Yangtze beheimatet, dem drittlängsten Fluss der Erde. In ruhigen, strömungsschwachen Abschnitten des Flusstals finden sich die Polypen dieser Qualle. Die Geschichte ihrer Entdeckung und Verbreitung ist eng mit diesem Fluss verbunden.