Ein Programm mit vielen Höhepunkten
DZ: Michel Pernet, was ist neu an der diesjährigen Ausgabe des Songbird Festival Davos?
Michel Pernet: Die Musik. Das Songbird Festival Davos hat sich über die letzten 15 Jahre zum wichtigsten Festival für junge, talentierte Schweizer Singer/Songwriter entwickelt. Hier kann man heute entdecken, wer morgen auf den grossen Bühnen spielt. Wie in diesem Jahr etwa Ladina, Ay Wing oder Stain of Light. Das ist unsere DNA. Und darauf sind wir extrem stolz.
Einer der grossen Acts dieses Jahr ist Baschi. Auch ihn haben Sie einst als Talent gefördert, oder?
Ja, tatsächlich. Was viele nicht mehr wissen: Baschi wurde ursprünglich bekannt durch eine Castingshow im Schweizer Fernsehen. Sie hiess «MusicStar», und Baschi war der heimliche Star der ersten Staffel. Sein Entertainer-Talent war offensichtlich – und so hatte er seinen ersten Live-Auftritt abseits des SRF-Studios im Rahmen einer Show, die ich produziert hatte. Ich freue mich extrem, dass er nun erstmals ans Songbird Festival Davos kommt. Für mich ist Baschi einer von ganz wenigen Schweizer Rockstars, ein unfassbar guter Entertainer und Live-Künstler, der brutal gut Stimmung machen kann. Ein Baschi-Konzert ist eine grosse Party, nicht nur bei seinem Kulthit «Bring en hei».
Ein Revival feiert die wohl bekannteste Schweizer Band der 1990er Jahre, Dada ante Portas, die auf ihrer sehr selektiven Revival-Tour nur wenige Konzerte spielt. Wie haben sie die Luzerner Kult-Band nach Davos gelockt?
Der Leadsänger der Band, Pee Wirz, spielte bei uns vor elf Jahren mit seinem Solo-Projekt auf der Schatzalp. Mein grosser Traum war, dass ich ihn auch mal mit Dada ante Portas nach Davos bringe, eine der prägenden Schweizer Rockbands mit 27 jähriger Bandgeschichte. Also blieb ich mit dem Management stets in Kontakt, und siehe da: Während Covid arbeitete die Band ihre Geschichte auf und hielt sie in einem Buch fest. Und mit der Lancierung des Buchs auch gerade noch zwei neue Song veröffentlicht. Plötzlich hat die Anfrage gepasst.