Verunreinigungen im Mineralwasser? So schneiden Rhäzünser und Valser im Labortest ab
Die Westschweizer Sendung RTS und Kassensturz haben zehn gebräuchliche Mineralwasser in zwei Schweizer Labors testen lassen. Darunter auch die zwei etablierten Bündner Wassermarken Valser und Rhäzünser. Während das Rhäzünser Wasser keine Verunreinigung aufzeigt, sieht es bei Valser anders aus. Darin wurden sogenannte Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gefunden. Diese Substanzen besitzen die Besonderheit, sehr schwer abbaubar zu sein und sich anzusammeln. Sie werden beispielsweise in Textilien, Feuerlöschschäumen, Elektronik, Imprägniermitteln und Lebensmittelverpackungen angewendet, wie «SRF» berichtet.
Laut Coca Cola, dem Valser gehört, habe man jedoch andere Werte erhalten. «Die genannten Zahlen stimmen nicht mit den Testergebnissen der Analyse von Valser überein, die jährlich von einem externen Institut durchgeführt wird», schreibt Coca Cola auf Anfrage vom SRF. Die letzte vollständige Analyse durch ein akkreditiertes Drittlabor im April, habe keine PFAS oberhalb der Nachweisgrenze ergeben. Was praktisch bedeutet, dass keine PFAS vorhanden sind.
Zu erwähnen ist jedoch, dass auch bei der Laboruntersuchung durch den Kassensturz die gefundene Menge an PFAS sehr gering war. Ausserdem werden alle Werte vom Labor als «für Menschen nicht akut gefährlich» eingestuft. Das Mineralwasser könne bedenkenlos getrunken werden, sagt der Toxikologe Davide Städler vom Labor Tibio. (red)