Neue Rega-Basis in Samedan ist auf wackeligen Beinen
Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) hat am Freitag ihre Pläne für eine neue Helikopterbasis auf dem Flugplatz in Samedan vorgestellt. Doch für das 15-Millionen-Franken-Projekt fehlt die Rechtssicherheit seitens des Regionalflugplatzes, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt. Seit Jahrzehnten hat man bereits versucht, die veraltete Einsatzbasis im Engadin zu erneuern, so die Rega in einem Communiqué. Jetzt könne die Erneuerung nicht weiter aufgeschoben werden. Auf dem Spiel stehe nicht weniger als die Sicherstellung der Luftrettung im Engadin. Weil bis Ende 2026 die Flotte der Rega erneuert werde, müsse spätestens bis dann ein neuer Hangar her. Sonst habe der neue Helikopter schlicht keinen Platz.
Grundsätzlich schien man sich einig zu sein. Im letzten Dezember entschied der Regionalflugplatz, das Bauprojekt der Rega zu etappieren und stellte auch gleich den dafür notwendigen Platz im Norden des Areals zur Verfügung, wie es weiter heisst. Darauf habe die Rettungsflugwacht die letzten Monate nach eigenen Angaben «mit grossem Aufwand» ein Bauprojekt erarbeitet.
Rechtssicherheit fehlt
Jetzt fehlt aber offenbar die Rechtssicherheit in Form eines fertig ausgehandelten und unterzeichnungsbereiten Unterbaurechtsvertrages. Weil das Land auf dem der neue Hangar zu stehen kommen soll nicht der Rega gehört, braucht es vertraglich festgelegte Konditionen, die die Landnutzung regeln, erklärte ein Sprecher der Rega auf Anfrage von Keystone-SDA. Seitens Flugplatz hiess es vergangene Woche, man bereite derzeit die notwendigen Entscheidungsgrundlagen für die zuständigen Behörden vor, um die weitere Planung und Realisierung der Ersatzneubauten etappiert anzugehen. Am Freitag konnte die Nachrichtenagentur Keystone-SDA seitens des Regionalflugplatzes niemand erreichen.