Zum Hauptinhalt springen
Graubünden

Gegen den Stau: Deshalb wird Bad Ragaz nicht mehr als Ausweichroute angegeben

In Bad Ragaz hat eine Lichtsignalanlage über die Wintermonate mehrmals absichtlich einen Stau erzeugt. Dadurch schlagen Navigationsgeräte bei Verkehrsüberlastung auf der A13 die Durchfahrt durch das Dorf nicht mehr als Alternativroute vor.
Agentur sda
22.05.2024, 11:05 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

 Das System bewährt sich. Der Rückreiseverkehr aus dem Kanton Graubünden führt vor allem an Sonntagen im Winter zu Stau auf der Autobahn A13 bei Bad Ragaz, schrieb der Kanton St. Gallen am Mittwoch in einer Mitteilung.

Autofahrerinnen und Autofahrer versuchen dann jeweils, diesen Stau durch die Ortschaft Bad Ragaz zu umfahren. Diese Ausweichroute schlagen die Navigationsgeräte vor. Um die Bevölkerung vor den Blechlawinen zu schützen, installierte der Kanton zusammen mit der Gemeinde zwei Lichtsignalanlagen ausserhalb der Ortschaft.

Lichtsignal schaltet sich bei zu viel Verkehr ein

Registriert der Verkehrszähler bei der reformierten Kirche ein Verkehrsaufkommen von 800 Fahrzeugen pro Stunde, schalten sich die Lichtsignalanlagen automatisch ein.

Sie verursachen einen künstlichen Stau, der von den Navigationsgeräten erkannt wird. Daraufhin schlagen diese den Autolenkenden nicht mehr vor, die A13 zu verlassen und den Stau über Bad Ragaz zu umfahren.

Die Anlagen erfüllten ihren Zweck, schrieb der Kanton weiter. Zwischen dem 21. Dezember 2023 und dem 17. Mai 2024 kamen sie elf Mal zu Einsatz. Das Projekt wird deshalb auch im nächsten Winter bis zu den Pfingsten weitergeführt.

Von einem ruhenden Pol und arg strapazierten Nerven: Streng dosiert rollt die Blechlawine

Gegen den Stau: Deshalb wird Bad Ragaz nicht mehr als Ausweichroute angegeben | Südostschweiz