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Graubünden

Über tausend Unterschriften: Churer Bevölkerung wehrt sich gegen die Sparmassnahmen

Südostschweiz
28.08.2024, 16:44 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Höhere Parkplatzgebühren, weniger Geld für die Kultur und Armutsbetroffene, kein Quadereis mehr: Die Stadt Chur will sparen – und das würde die Bevölkerung zu spüren bekommen. Nun wehrt sich ein überparteiliches Komitee gegen das geplante Sparprogramm: In einer Onlinepetition, die am Mittwoch lanciert wurde, fordert es den Stadt- und Gemeinderat dazu auf, «auf das unnötige und schädliche Abbauprogramm zu verzichten». Innerhalb 24 Stunde fand das Anliegen über tausend Unterstützerinnen und Unterstützer.

Den überparteilichen Widerstand koordiniert die SP Chur, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Obwohl die Stadt Chur seit vielen Jahren satte Gewinne schreibe und finanziell sehr gut dastehe, plane der Stadtrat einen massiven Leistungsabbau sowie höhere Abgaben und Gebühren aufgrund einer «übertriebenen Angst» vor einem angeblich zu niedrigen Selbstfinanzierungsgrad. «Das ist finanzpolitisch falsch», wird argumentiert. Dem Churer Kulturleben, der Schule, dem Sport und dem gesellschaftlichen Zusammenhang drohe ohne Grund grosser Schaden. 

In der Petition werden betroffene Privatpersonen, Vereine und Organisationen aufgerufen, sich gegen den «radikalen Kahlschlag» zu wehren. Auch zur Demonstration wird aufgerufen, und zwar im Vorfeld der Gemeinderatssitzung, in welcher die Churer Legislative die Sparmassnahmen des Stadtrats diskutiert. So soll am Donnerstag, 5. September, vor dem Rathaus ein Zeichen gesetzt werden. (red)

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