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Graubünden

Grünes Licht für Solar-Grossanlage Klosters

Der Bauentscheid für das alpine Solarkraftwerk im Klosterser Madrisa-Skigebiet ist gefallen.
Béla Zier (béz)
28.11.2024, 11:23 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Diesen August hatte die Bündner Regierung den Bau des im Klosterser Madrisagebiet geplanten Solarkraftwerks bewilligt. Ob die Anlage tatsächlich realisiert wird, war damit aber noch nicht gesichert, denn nun musste noch der Investitionsentscheid gefällt werden. Dieser Schritt ist jetzt erfolgt. Der Bauentscheid sei gefallen, teilte die Madrisa Solar AG am Donnerstag mit. Diese Gesellschaft tritt als Bauherrin auf, an ihr je zu einem Drittel beteiligt sind die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), die Bündner Repower AG und die Gemeinde Klosters.

Strom für über 3500 Haushalte

Das Solarkraftwerk ist auf einer Fläche von rund 150’000 Quadratmetern geplant und wird im Endausbau jährlich rund 17 Gigawattstunden Strom liefern. Damit können über 3500 Haushalte mit Energie versorgt werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich gemäss Mitteilung auf rund 70 Millionen Franken. Der auf 2000 Meter über Meer produzierte Strom wird von der EKZ und der Klosters-Madrisa Bergbahnen AG abgenommen. 

Die Anlage wird im Rahmen des eidgenössischen Solarexpress realisiert. Um von den damit verbundenen Bundesgeldern zu profitieren, muss die Klosterser Solar-Grossanlage bis Ende 2025 mindestens zehn Prozent ihrer Gesamtleistung liefern. Die ersten Solarmodule werden ab Frühjahr 2025 erstellt, die gesamte Bauzeit dauert drei Jahre.

«Stärkt Versorgungssicherheit»

«Für uns ist Madrisa Solar ein weiteres Engagement für die Energiewende. Die alpine Solaranlage als Pionierprojekt stärkt künftig die Versorgungssicherheit im Winter», wird Paul Sidler, Leiter erneuerbare Energien EKZ, in der Mitteilung zitiert. Roland Leuenberger, CEO Repower, wird folgendermassen wiedergegeben: «Repower übernimmt mit Madrisa Solar Verantwortung für die Stromversorgungssicherheit.»