Dokfilm über ein israelisches Dorf, gebaut auf palästinensischen Trümmern im Thusner Kino
Seit einem halben Jahr tobt ein blutiger Krieg im Gazastreifen, der schon über 30’000 zivile Todesopfer forderte und eine humanitäre Katastrophe auslöste. Ist Frieden überhaupt noch möglich?, fragen sich Mitarbeitende des Hilfswerks der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS), und machen auf eine Veranstaltung zu diesem Thema in Thusis aufmerksam.
Am Samstag, 27. April, informieren im Kino Theater Rätia in Thusis Hakam Awad, HEKS-Landesdirektor in Palästina/Israel, sowie der israelische Regisseur Michael Kaminer über die Situation im Gazastreifen. Anschliessend wird Kaminers Dokumentarfilm «Sar’a» gezeigt. In diesem geht es um die Entstehung des Kibbuz Tzor’a, wo Kaminer 1964 geboren wurde. Dieser Kibbuz wurde 1948 auf den Trümmern des zerstörten palästinensischen Dorfs Sar’a errichtet. Kaminer wurde nie erzählt, dass hier früher andere Leute lebten, und auch nicht, wer diese Leute waren. In seinem Dokumentarfilm «Sar’a» macht er sich anhand von Archivmaterialien, Gesprächen mit den Kibbuz-Gründerinnen und den damals aus Sar’a geflüchteten Palästinensern auf eine Spurensuche nach der lange verschwiegenen Geschichte seines Geburtsortes. Damit konfrontiert er die Gemeinschaft, in der er lebt, mit ihrer Verantwortung für die Vergangenheit. (sz)
Programm: 27. April im Kino Theater Rätia in Thusis
16 Uhr: Kaffee mit Kuchen
17 Uhr: Einleitung und Information zur Konfliktsituation der herausfordernden Arbeit der Hilfswerke im Kriegsgebiet von Hakam Awad, HEKS-Landesdirektor in Palästina/Israel.
Film «Sar’a» von Michael Kaminer, Regisseur
Film in Hebräisch und Englisch mit deutschen Untertiteln
Gespräch mit Michael Kaminer und Hakam Awad
Moderation Kerstin Goeller HEKS
19 Uhr: Ende der Veranstaltung