Kampagne spaltet Reformierte Kirchgemeinde
Mit einer gross angelegten Kampagne wirbt die Reformierte Kirchgemeinde in Rapperswil-Jona für die Erneuerung ihres Gotteshauses. Die Vorlage kommt am 10. Februar an die Urne und sorgt bereits im Vorfeld der Abstimmung für gehörigen Wirbel. Die Gegner des Bauvorhabens kritisieren, dass Steuergelder für die Plakate und Inserate verwendet werden. «Es ist unser Geld, mit dem Propaganda für die Kirchensanierung gemacht wird», moniert Johanna Krapf von der Gruppe engagierter Kirchbürger, die sich gegen die Erneuerung des Gotteshauses wehrt.
Johanna Krapf, Gruppe engagierter Kirchbürger
Zudem hält Krapf die Kampagne für komplett unsachlich und vollends emotional: «Statt Argumente ins Feld zu führen, wird mit Gesichtern von Kirchenvorstehern geworben, die freundlich lächeln.» Mit viel Geld Kampagnen zu fahren und Emotionen zu schüren, erinnere an den US-Wahlkampf. «Die Kampagne der Kirche zeigt auf, dass diese Angst hat, die Abstimmung zu verlieren», konstatiert Krapf.
«Die Kampagne ist rechtens»
Beatrix Bock, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rapperswil-Jona, nimmt Stellung zu den Vorwürfen: «Diese Einwände sind nicht stichhaltig. Es werden keine Steuergelder verschleudert. Es handelt sich nur um einen bescheidenen Betrag.» Zudem sei die Kampagne rechtens: «Wir haben den öffentlichen Auftrag, zu informieren und aufzuklären», konstatiert Bock.
Beatrix Bock, Präsidentin der Reformierten Kirche