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Sedrun: Zeitgemässer Neubau ersetzt in die Jahre gekommenes Mietobjekt

Das alte Wohnheim Casa Soldanella in Rueras wird abgelöst. In Sedrun baut die Trägerschaft der Casa Depuoz aus Trun seit wenigen Tagen an einer integrierten Tagesstätte für Menschen mit Behinderung.

Südostschweiz
10.04.24 - 16:37 Uhr
Graubünden
Geschindelte Fassade: So soll der Neubau der Casa Depuoz in Tujetsch nach der Fertigstellung im Jahr 2025 aussehen.
Geschindelte Fassade: So soll der Neubau der Casa Depuoz in Tujetsch nach der Fertigstellung im Jahr 2025 aussehen.
Bild Albertin Architekten/Gyga AG
Der Neubau in der Gemeinde Tujetsch soll zwölf Erwachsenen in drei übereinanderliegenden Wohneinheiten ein zeitgemässes Zuhause und Beschäftigung bieten, wie der gemeinnützige Verein Casa Depuoz in einer Medienmitteilung zum Baustart festhält. Pro Geschoss sind jeweils vier Einzelzimmer mit eigener Nasszelle sowie ein Wohn- und Essbereich vorgesehen, im Erdgeschoss entsteht ein grosser Mehrzweckraum für die integrierte Tagesstätte.

Holz für Schindeln und Konstruktion stammt aus der Region

Das siegreich aus einem Planerwahlverfahren hervorgegangene Büro Albertin Architekten aus Haldenstein hat den unweit des Sedruner Schulhauses angesiedelten Neubau entworfen und dabei grossen Wert auf Nachhaltigkeit und die Reduzierung von CO2-Emissionen gelegt, wie der Verein weiter schreibt. So würden die Schindeln für die Fassaden und die Holzkonstruktion für Wände und Decken aus regionalem Holz mit möglichst minimalen Transportwegen gefertigt.

Der Bau des Wohnheims kostet rund 7,3 Millionen Franken; der Kanton beteiligt sich an der Investition mit über 5,1 Millionen Franken. Die verbleibenden Kosten von 2,2 Millionen Franken sind durch den Verein zu finanzieren. Mitte 2025 soll das Gebäude laut Mitteilung bezugsbereit sein. Es ersetzt dann die in die Jahre gekommene Casa Soldanella in Rueras.

Stiftung Soldanella in Rueras vor drei Jahren übernommen

Der Verein Casa Depuoz hatte die Stiftung Soldanella 2021 übernommen. Deren Mietobjekt in Rueras entsprach aber nicht mehr den geltenden Standards für Bauten, die von Menschen mit einer Behinderung bewohnt werden, wie der Verein betont. Seien diese Menschen auf ein betreutes Zuhause und Unterstützung im Alltag angewiesen, bräuchten sie nicht nur kompetente und engagierte Fachpersonen, sondern auch die entsprechende Infrastruktur. Der Neubau in Sedrun soll diesem Bedürfnis nun gerecht werden. (red)

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