Das Geheimnis hinter dem Coverfestival
Eigentlich ist Yves Bugmann Finanzchef der Davos Klosters Bergbahnen AG. Doch über seinen Schreibtisch laufen auch zahlreiche Geschäfte, die mit dem Coverfestival zu tun haben. Beruf und Hobby laufen bei ihm somit auf eine ideale Weise zusammen. Die DZ traf ihn kürzlich zum Interview.
DZ: Bald findet die achte Austragung des Coverfestivals statt. Was ist eigentlich das Erfolgsrezept dieses Anlasses?
Yves Bugmann: Das Erfolgsrezept liegt darin, die Menschen mit einem Überraschungseffekt zu begeistern. Viele Leute gehen mit einer falschen Vorstellung an unsere Konzerte, wenn sie das Wort «Cover» hören. Sie denken dabei an einen Pianisten, der ein paar bekannte Songs zum besten gibt. Wenn die Gäste dann aber unsere Acts sehen und hören, merken sie, wie hoch die Qualität dieser Bands ist und sind begeistert. Wichtig ist zudem, dass wir Musik im Repertoire haben, die man gerne hört und Bands engagieren, deren Lieder man kennt.
Das viertägige Festival sorgt sicherlich nicht nur für gute Laune bei den Gästen, sondern auch für Wertschöpfung im Ort. Können Sie zu diesem Aspekt etwas sagen?
Bevor wir das Coverfestival organisierten, veranstalteten wir das «Snow Jam». Für die Acts haben wir damals etwa dreimal so viel Geld ausgegeben, aber im Gegenzug kaum Wertschöpfung generiert. Es zeigte sich, dass die Zielgruppe dieser Hip-Hop-Musik – die 16- bis 20-Jährigen – beispielsweise nur wenig konsumieren. Das war aber ein wichtiger Lernprozess, und wir erkannten, dass wir andere Zielgruppen ansprechen müssen. Und da Originalbands schwierig zu engagieren und oft auch teuer sind, entstand die Idee, ein Coverfestival auf die Beine zu stellen. Die erste Austragung war dann sogleich ein Erfolg, und es bildete sich rasch eine Fangemeinschaft.
Welche Neuheiten gibt es bei der diesjährigen Austragung?
Dieses Jahr haben wir nur wenige Anpassungen gemacht, da wir grundsätzlich «unseren Weg» gefunden haben, wie beispielsweise bei der Anzahl Locations. Die verschiedenen Auftrittsorte kommen beim Publikum auch gut an. Neu ist aber, dass wir dieses Mal zwei Dinnershows anbieten – das ist sicher einen Versuch wert.