Seltener Ausflug in die Berge
DZ: Lo und Leduc, Sie treten am 17. Dezember im Rahmen des Songbird Festivals bei Künzli Holz in Davos auf. Wie gross ist Ihre Vorfreude darauf?
Lo: Wir freuen uns sehr. Weil wir oft auch am Wochenende arbeiten, sind Ausflüge in die Berge selten. An so einem Wochenende lassen sich Beruf und Freizeit gut verbinden.
Was darf das Davoser Publikum von Ihnen erwarten?
Leduc: Wir waren als Band wahrscheinlich noch nie so gut wie jetzt.
Lo: Das hat auch mit unserem neuen Album «Luft» zu tun, bei dem wir von Anfang an darauf hingearbeitet haben, dass es organisch und warm klingt. Ausserdem hat Ausserdem hat neben Dr. Mo und Nemo auch Lukas Kohler, unser Trompeter, «Luft» mitproduziert.
Welche Beziehungen haben Sie zum Songbird Festival, und welche zu Davos?
Lo: Für uns ist es eine Premiere, hier zu spielen, das ist natürlich besonders schön! Ansonsten ist Davos für mich ein berühmter Wintersportort und wenn ich mich richtig erinnere, spielt «Der Zauberberg» von Thomas Mann in Davos – ein Buch, das grossen Eindruck auf mich gemacht hat.
Wenn Sie Ihre Musik beschreiben müssten, wie würden Sie dies tun?
Lo: Wir haben mit Rapmusik angefangen und befinden uns jetzt irgendwo auf dem Popmusikspektrum, wobei Rap unterdessen ja eines der global erfolgreichsten Pop-Genres geworden ist.
Leduc: Dancehall und Reggae sind weitere Einflüsse. Und unser Drummer Flo Reichle prägt unser Live-Sound mit seinen fundierten Kenntnisse der afro-brasilianischen Musik.
Sie sind ja als Singer/Songwriter unterwegs. Wie entstehen Ihre neuen Songs respektive wer ist für was zuständig?
Lo: Die meisten Songtexte entwickeln wir zu zweit. Jemand hat eine lose Idee, teilt sie, und ab dann laufen beide mit dieser «Brille» durch die Welt. Das effektive Niederschreiben des Songs passiert oft deutlich später, der frühe Austausch erweist sich aber als sinnvoll, dank der «Brille» beobachtet man alles bereits mit einem gewissen Fokus.