Vom Prättigau auf die grosse Showbühne
DZ/KZ: Bruno Flütsch, inwiefern wollten Sie schon immer Sänger werden? Oder hat sich das mit der Zeit einfach so ergeben?
Bruno Flütsch: Ich hatte ab dem Alter von elf Jahren die Fähigkeit, meine Stimme schwingen zu lassen. Dies brachte mir zwar gute Noten im Singen ein, vorerst machte ich aber vor allem Sport. In der Schule durfte ich zwar hin und wieder ein Solo singen, entschied mich aber, auf Unihockey statt Musik zu setzen. Später interessierte mich die Musik dann immer stärker, und als ich die Rekrutenschule besuchte, kam ich als Prättigauer mit der Aussenwelt in Berührung. Die Initialzündung, doch mehr auf die Karte Gesang zu setzen, erfolgte während meines fünfmonatigen Aufenthalts in New York.
Wie kommt jemand aus dem Prättigau zu «The Voice of Germany»?
Während meiner Zeit als Radio-Moderator wurde mir immer wieder gesagt, dass ich doch mal bei einer Show mitmachen solle. Dann habe ich ein Buch gelesen, das einen dazu aufmuntert, Dinge einfach auszuprobieren und auf sich zukommen zu lassen. Da fragte ich mich, warum ich mich tatsächlich nicht mal bei «The Voice of Germany» bewerbe, und habe ein Video eingeschickt. Längere Zeit später – ich hatte schon fast vergessen, dass ich eine Bewerbung eingereicht hatte – erhielt ich ein Mail mit der Bitte, noch zwei weitere Videos mit Songs einzuschicken. Dann wurde ich zu Vorcastings nach Berlin eingeladen. Danach gab eines das andere: Ich schaffte es in die «Blind Auditions» und danach bis ins Halbfinale.
Mit der erfolgreichen Teilnahme an «The Voice of Germany» stieg wohl sicher auch Ihre Bekanntheit. Wie konnten Sie damit umgehen?
Bisher war das Ganze kein grosses Problem. Ich wurde in Graubünden und nun auch im Aargau – wo ich jetzt wohne – kaum auf meine Auftritte angesprochen. Ich bekam auf Instagram und anderen Online-Kanälen nach meinen Auftritten jedoch diverse Nachrichten.
Wie sind Sie mit den Entwicklungen seit «The Voice of Germany» zufrieden?