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Graubünden

Immer weniger Straftaten im Kanton

Südostschweiz
22.03.2021, 10:48 Uhr
vor 43 Minuten

Im Kanton Graubünden wurden im vergangenen Jahr 8826 Straftaten erfasst. Das sind 197 weniger als im Jahr davor. Die Tendenz ist bereits seit längerer Zeit rückläufig, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Den grössten Teil machen die Straftaten gegen das Strafgesetzbuch aus, nämlich 6531 (Vorjahr 6579).

Zum Vergleich: Im Jahr 2009, als die polizeiliche Kriminalstatistik erstmals nach schweizerisch einheitlichen Erfassungskriterien erstellt wurde, wurden 8156 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch verzeichnet.

Weniger schwere Gewaltstraftaten

Bei den schweren Gewaltstraftaten wurde ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um zwei Fälle von 32 auf 30 registriert. Zu den Fällen gehören 17 schwere Körperverletzungen, 11 Vergewaltigungen, eine Geiselnahme und einen Raub. Sie wurden zu 93 Prozent aufgeklärt. Von allen Gewaltstraftaten sind 92 Prozent (Vorjahr 93 Prozent) aufgeklärt worden.

Mehr Nötigung, Gewalt und Drohung gegen Beamte

Die meisten Gewaltdelikte entfallen auf Drohungen, Tätlichkeiten, einfache Körperverletzungen, Raufhandel, Gewalt und Drohung gegen Beamte und Nötigung. Eine Zunahme ist gemäss Kantonspolizei bei Nötigung (von 37 auf 53) und bei Gewalt und Drohung gegen Beamte (von 50 auf 71) festzustellen. Die Fälle von häuslicher Gewalt von sind von 196 auf 254 Fälle gestiegen, wovon 55 Prozent (Vorjahr 50 Prozent) im Rahmen von aktuellen Paar- beziehungsweise partnerschaftliche Beziehungen geschehen.

Straftaten gegen das Vermögen

61 Prozent aller Straftaten im Bereich des Strafgesetzbuches betreffen Straftaten gegen das Vermögen, nämlich 3950 (3970 Vorjahr). Den grössten Anteil dieser Vermögensstraftaten machen die Diebstähle mit 1763 Fällen (1915 Vorjahr) aus. (dje)

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