Im Göldi-Museum wird gefeiert
Am nächsten Freitag und Samstag, 23.und 24. September, gibt es gleich zwei runde Geburtstage zu feiern: jenen der Anna-Göldi-Stiftung, die Anna Göldis offizielle Rehabilitierung erwirkt hatte und nun auf ihr 15-jähriges Bestehen zurückblicken kann, und jenen des Ana-Göldi-Museums, das vor fünf Jahren vom Schweizer Autor Walter Hauser mitgegründet wurde. Er verfasste unter anderem das Werk «Anna Göldi – geliebt, verteufelt, enthauptet». Mit Literatur wird denn auch der Auftakt zum Fest-Wochenende gemacht (siehe Box).
Drei Bücher zu Hexenverfolgung
Hexenverfolgung sei nicht nur Thema der Geschichtsschreibung, steht in einer Medienmitteilung der Anna-Göldi-Stiftung. Hexenverfolgung habe auch Spuren in Malerei, Film, Musik, aber auch immer wieder auch in der Literatur hinterlassen.
Die Menschenrechtsaktivistin Antonia Bertschinger und die Gymnasiastin Sarah Meier erzählen am Freitag im Anna-Göldi-Museum, was sie dazu bewegt hat, sich als Buchautorinnen mit dem Schicksal von zu Hexen gestempelten Frauen auseinanderzusetzen. Ein drittes Buch – zur Hexenjagd im Prättigau – hat Holger Finze-Michaelsen verfasst. Eva Zopfi-Höfer vom Somedia Buchverlag wird dieses Buch vorstellen.
Klavierrezital und Festvortrag
Ein extra für das Anna-Göldi-Museum zusammengestelltes Konzert des bekannten Musikforschers, Kurators und Kulturpublizisten Walter Labhart geht dem Hexenthema in der Musik nach.
Die Stücke von Walter Niemann, Josef Hellmesberger, Claude Debussy, Werner Wehrli, Frédéric Chopin, Eduard Holst, Georg Jokl und Robert Schumann werden vom jungen Glarner Pianisten Roman Staubli gespielt.
Elif Askin forscht zum Thema Menschenrechte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich und am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Die Entwicklung des universellen Menschenrechtsschutzes gehöre zu den bedeutendsten Errungenschaften der Menschheit, steht dazu in der Mitteilung. «Kaum ein Staat würde sich öffentlich gegen diesen aussprechen.»