Das Coverfestival Davos 2024 präsentiert
CF: Was hat Dich dazu bewogen, Whitney Houston zu interpretieren?
Belinda Davids: Ich habe ihr ganzes Leben lang ihre Musik gesungen. So sehr ich im Laufe meiner Karriere versucht habe, mich von ihr zu lösen und meinen eigenen Weg zu finden, schienen mich ihre Songs immer wieder einzuholen. Als sich die Gelegenheit bot, ihre Rolle in der Tribute-Show «The Greatest Love of All» zu übernehmen, gab ich nach und beschloss, mich voll und ganz ihrer Musik hinzugeben. Seither habe ich das Gefühl, dass meine Verbindung zu Whitney Houston stärker ist als je zuvor. Wann immer ich mit Leuten über die Show spreche, tauchen immer die traurigen Erkenntnisse ihres Lebens auf. Darüber ist sehr viel dokumentiert. Ich wünsche mir aber, dass sich die Leute hauptsächlich daran erinnern, was für eine grossartige Künstlerin und Sängerin Whitney Houston im Grunde genommen war! Und nicht daran, was der starke Druck von Aussen mit ihr gemacht hat. Sie befand sich auf ihrer persönlichen Lebensreise und hat darüber gesungen. Wenn ich mich an mein Leben als junge Frau zurückerinnere, so war stets ein Whitney-Song pro Phase präsent, weshalb ich sie als meine persönliche Lebensbegleiterin betrachte.
Wie oft trainierst Du Deine Stimme?
Täglich. Denn die Show zu singen, ist sehr anstrengend. Darum achte ich sehr darauf, gesund zu sein, meine Atemtechnik zu trainieren, und ich verzichte sogar vor einer Show auf gewisse Lebensmittel. Disziplin steht über allem.
Über welches Zeitfenster hinweg probt ihr, bis eure Show «The greatest Love of All», steht?
Showtime Australia startete «The Greatest Love of All» im Jahr 2011 und arbeitete stets daran, die Show zu verbessern und kleine Änderungen vorzunehmen. In den Anfängen musste ich mich monatelang intensiv vorbereiten – körperlich als auch psychisch. Es galt, umfassend über Whitney Houston zu recherchieren. Das hat viel Engagement und Zeit gebraucht. Noch heute, 12 Jahre später, lerne ich immer noch etwas über sie sowie über mich selbst. Das ist spannend.