«Ich lebe jeden Tag so, als wäre es mein Letzter»
Ohrwürmer. Das sind Sandro Dietrichs Stärke. Er produziert Ohrwürmer. Songs, die einem nach dem Hören nicht mehr aus dem Kopf gehen. Das war schon bei «Bluamamaitli» so. Und auch bei «Adiós». Ersterer Song gewann 2017 den «Bündner Music Award», der andere räumte bei den «Swiss Music Awards» ab. Der neuste Ohrwurm heisst «Hakuna Matata».
«Läb jeda Tag als wärs der letschti. Hakuna Matata.» Immer und immer wieder singt Dietrich diese Zeilen in seinem Song «Hakuna Matata». Wirksam. Denn sie bleiben im Kopf haften. «Es ist ein lebensbejahender Song, der dazu animieren soll, den Moment zu geniessen», sagt Dietrich. «Man soll nichts hinausschieben und jeden Tag so leben, als wäre es der letzte. Schliesslich weiss niemand, wie lange die Zeit noch für einen läuft.»
«Es gibt keine Probleme» ...
«Lebe jeden Tag so, als wäre es dein letzter Tag». «Träume nicht Dein Leben, sondern lebe deinen Traum». Es sind Sprüche, die man auf Oma-Tassen liest, die im Supermarkt verkauft werden. Entsprechend kitschig tönen sie. Nichtsdestotrotz sind sie Dietrichs Lebensmottos. Mottos, nach denen er sein Leben richtet. «Ich lebe meinen Traum. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich lebe jeden Tag so, dass ich mir im Sterbebett nichts vorwerfen würde», sagt Dietrich. Und plötzlich, wenn Dietrich diese Sprüche singt, ist der Kitsch-Faktor weg. Sie hören sich aufrichtig, auffordernd an. Und vor allem lebensbejahend.
«Hakuna Matata» ist Suaheli. Eine Sprache, die man in verschiedenen Ländern Afrikas spricht – und was so viel wie «Es gibt keine Probleme» bedeutet. «Ich versuche, so durchs Leben zu gehen. Probleme nicht als solche zu sehen, sondern als Hürde, um daran zu wachsen», sagt Dietrich.