Leicht weniger Übernachtungen in Bündner Hotelbetten
Knapp 160'000 Übernachtungen konnten die Bündner Hoteliers im Mai verbuchen. Das sind rund 10 000 respektive 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Verzerrt wird dieser Jahresvergleich allerdings durch einen Sondereffekt: Im vergangenen Jahr fand das Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) nämlich covidbedingt zum ersten Mal in seiner Geschichte nicht im Januar, sondern im Mai statt. Der Mai 2022 war für die Bündner Hotellerie denn auch der beste seit dem Jahr 1994.
Dieses Jahr fand das WEF wieder wie gewohnt im Januar statt, was auch zur Folge hatte, dass die Destination Davos Klosters im Mai mit insgesamt 24 500 Logiernächte fast 20 000 Übernachtungen weniger erzielte als im Vorjahr. Mit einer langjährigen Optik lässt sich das Mai-Ergebnis der Bündner Hotellerie denn auch sehen: Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre lag es um 26 Prozent im Plus.
Verantwortlich für das Minus gegenüber dem starken Vorjahr (inklusive WEF-Gästen) ist insbesondere der Rückgang bei den Schweizer Gästen. Hier verbuchte die Bündner Hotellerie mir rund 100 000 Übernachtungen einen Rückgang um knapp fünf Prozent. Wobei die Übernachtungszahlen abermals um 10,5 Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag. Einen Zuwachs verzeichneten die Bündner Hoteliers dagegen etwa bei den Gästen aus Deutschland (19 909 Logiernächte; +3,8 Prozent), aus den Niederlanden (4031 Logiernächte; +72 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (5519 Übernachtungen; +3,3 Prozent). Damit setzte sich die Tendenz der vergangenen Monate fort: mit einem leichten Rückgang bei den Schweizer Gästen auf hohem Niveau und einer Erholung der Auslandsmärkte.