Heute hier, morgen dort
Die Ampel blinkt und ein ungutes Gefühl macht sich breit. So geht es den meisten, die zurzeit durch Brienz fahren möchten, denn es drohen Felsstürze. Die Ampel soll genug früh vor herunterfallenden Felsblöcken warnen.
Es ist das jüngste Beispiel dafür, dass die Natur macht, was sie will. Das kleine Bergdorf, welches viele Personen wohl eher als Verbindung zwischen Lenzerheide/Lai, Lenz/Lantsch und Davos kennen, ist aufgrund seines Kampfes mit der Natur in aller Munde. Rund um Brienz rutscht der Boden. Eine Sackung ist in Bewegung, welche auch das Dorf selbst ins Rutschen bringt.
In der Vergangenheit lösten sich immer wieder Felsen vom Berg und stürzten auf die Häuser zu. Die Problematik ist ernst. Der Kanton hat die Situation erst kürzlich zur «Besonderen Lage» erklärt. Es wird geplant, wie das Vorgehen bei einer Evakuierung sein müsste.
Kein neues Thema
Dass Menschen weichen müssen, wenn ihr Wohnort zerstört wird oder anderweitig genutzt werden soll, ist nicht erst seit gestern Tatsache. Vor rund 150 Jahren kam es beispielsweise zum ersten dokumentierten Hangabbruch in Schuders, im Prättigau. Die Folgen des Geschehenen: Ein zerstörter Wald und Häuser, die abgerissen werden mussten.