Zum Hauptinhalt springen
Graubünden

«Sie machen den Unterschied»

Barbara Gassler
12.08.2024, 17:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Mit sichtlicher Freude führte das aus Eva Naegeli und Marco Schneider bestehende Co-Präsidium durch die Versammlung. Sie hatten sogar ein sehr gelungenes «Live-Interview» mit sich selber vorbereitet, in dem sie über den Verein und seinen Zweck sinnierten. Er habe einen rein ideellen, nicht materiellen Wert, sagte Naegeli darin. Auch wenn die finanziellen Zuwendungen an «Davos Festival – young artists in concert» wichtig seien, gehe es ihnen vor allem um die Freundschaft unter den Mitgliedern. Für ihn sei der Verein ein Generationenprojekt, ergänzte Co-Präsident Marco Schneider. «Egal woher wir kommen und wie alt wir sind, über das gemeinsame Interesse finden wir zusammen und alle sind willkommen.» Naheliegend daher, dass sich der Vereinsvorstand vorgenommen hat, bis in zehn Jahren den Mitgliederbestand zu verdoppeln.

Bereicherndes Vereinsleben

Aus dem Jahresbericht des Co-Präsidiums war zu entnehmen, was Neumitglieder zu erwarten haben. Erwähnt wurde darin der gemeinsame Besuch des Abschlusskonzertes der Davos Festival Singwoche im Februar. Die spürbare Freude der Teilnehmenden mache ihn zu einem speziellen Höhepunkt des Jahres, hiess es. Eine weitere gerne genutzte Gelegenheit zum freundschaftlichen Zusammensein bietet der monatliche Kulturstamm im Kulturplatz Davos, dem jeweils der Besuch einer Veranstaltung folgt. Zum Stichwort «Vereinsreise nach Wien» zeigte Mitgliederbetreuerin Ariane Bolli Fotos von vielen attraktiven und speziellen Veranstaltungen, die die Mitglieder während dieser vier Tagen im Mai erleben durften. Es war erst die zweite Veranstaltung dieser Art aber ein solcher Erfolg, dass bereits eine Weiterführung 2026 versprochen wurde.

Austritte und Spenden

Ein wesentlicher Teil der Vereinsgeschäfte ist die Rechnung, die von Christian Balmer präsentiert wurde. Nach einem Förderbeitrag von 45 000 Franken für das Davos Festival und die Singwoche verbleibt dem Verein noch ein winziger Gewinn. Da im vergangenen Jahr doch einige Mitglieder ausschieden, wird im kommenden Jahr diese Zuwendung geringer budgetiert. Zu einer kurzen Diskussion Anlass gaben Spenden der Mitglieder. Bisher wurden sie an die Stiftung weitergeleitet, neu verbleiben sie beim Verein und werden nur auf ausdrücklichen Wunsch dem Davos Festival weitergegeben. Dies, um eine saubere Abgrenzung zu erlauben, wurde begründet.

Wichtig für das Festival

Der Aussage, dass der Verein vor allem auf der Ebene der Freundschaft wichtig sei, widersprach zum Schluss Martin Trepp. Im Namen des Stiftungsrats des Davos Festivals betonte er die Bedeutung der «Freunde». Das Festival operiere inzwischen mit einem Budget von über 800 000 Franken und die jährlichen Zuwendungen des Vereins seien ein wichtiger Teil davon. «Sie machen den Unterschied, dass Leute nach Davos kommen und die jungen Musizierenden hören wollen», liess er die anwesenden Vereinsmitglieder wissen.

Dann war es an der Zeit zum gemüt­lichen Teil. Dieser begann mit einer spannenden Führung durch das Heimat­museum und klang beim gemütlichen Apéro Riche unter freiem Himmel in dessen Garten aus.

https://davosfestival.ch/freunde/

Mehr zum Thema: Kultur, Davos