Grünes Licht fürs Jugendzentrum
Im Herbst gab es lange Gesichter in Rapperswil-Jona: Das St. Galler Verwaltungsgericht bremste die Stadt beim Jugendzentrum aus. Damit verzögerte sich der Bau des Zentrums auf dem Zeughausareal in Rapperswil. Ein Planungsbüro hatte geklagt, weil die Stadt die Offerte eines Konkurrenten berücksichtigte.
Gegen die Vergabe der Planerarbeiten an das Architekturbüro Piceci aus Rapperswil-Jona hatte sich eine Arbeitsgemeinschaft von zwei weiteren lokalen Architekturbüros gewehrt. Der Grund: Die Stadt habe bei der Offertbeurteilung nicht bei allen Planungsbüros den selben Leistungsumfang berücksichtigt. Das Vorprojekt war im Vorfeld der Volksabstimmung an das Architekturbüro Piceci vergeben worden. Dieses hatte die Arbeiten daraufhin pflichtgemäss erledigt.
Kosten des Vorprojekts im Visier
Bei der nun erfolgten Vergabe der nächsten Planerarbeiten offerierte Piceci logischerweise ohne die Kosten des Vorprojekts, die nun klagenden Konkurrenten von Wissmann Architekten und Ziegler und Partner jedoch mit. Weil Piceci insgesamt das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben hatte und ohne Kosten des Vorprojekts kalkulierte, erhielt das Büro den Zuschlag. Hätte man bei der Konkurrenz die Kosten für das Vorprojekt auch abgezogen, hätte der Zuschlag an die Arbeitsgemeinschaft erfolgen müssen, lautete die Argumentation der Beschwerdeführer.
Nun hat das St. Galler Verwaltungsgericht einen Entscheid gefasst, ohne auf die eigentliche Streitfrage einzugehen: Es tritt nicht auf die Beschwerde der Architekten ein, weil diese gar nicht befugt seien, Beschwerde einzureichen.
Wir haben bei der Vergabe korrekt gehandelt. Die Stadt hat alles richtig gemacht.»Cemi Thoma, Ressortleiter Bau