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Graubünden

Graubünden sagt Onlinebetrügern den Kampf an

Südostschweiz
17.03.2021, 08:19 Uhr
heute um 16:30 Uhr

Die Kantonspolizei Graubünden warnte mehrfach, im vergangenen Jahr drei Mal mittels Medienmitteilung, vor Onlinebetrug. Allein die im 2020 zur Anzeige gebrachten Fälle in Graubünden führten zu einem finanziellen Schaden von 3,5 Millionen Franken, wie die Kantonspolizei in einem Schreiben mitteilt.

Gewiefte Betrüger

Vielfach würden Betrüger mit ihren Opfern ein Vertrauensverhältnis aufbauen, damit Geld investiert werde. Virtuell würden Gewinne ausgewiesen und teilweise sogar ausbezahlt. Geschädigte würden animiert, noch mehr Geld zu investieren, bis nach und nach der Kontakt abbricht oder bis vom Kontostand nichts mehr übrig sei. In dieser Phase sei es meist zu spät, den Geldfluss zu stoppen und das Geld sei verloren, schreibt die Kantonspolizei weiter.

Die Bündner Polizeiarbeit in Bildern 2021

Pilotprojekt der Kantonspolizei Graubünden

Um den Geldfluss möglichst früh zu stoppen, geht die Kantonspolizei Graubünden neue Wege, wie sie mitteilt. Einer der effektivsten Erfolgsfaktoren bei der Ermittlungstätigkeit sei es, den Geldfluss zu verfolgen und zu unterbrechen. Um dieses Vorhaben auszuführen, sei mit einer spezialisierten Firma eine Zusammenarbeit eingegangen worden.

Das Ziel sei es einerseits, unter Mithilfe von Datenbanken präventiv betrügerische Finanztransaktionen zu erkennen und zu verhindern. Andererseits würden mit dieser Partnerschaft die Chancen erhöht, bereits erfolgte Vermögenstransaktionen schnellstmöglich international zu blockieren.

Um die Erfolgschancen dieser Vorgehensweise zu wahren, rät die Kantonspolizei geschädigten Personen, möglichst umgehend Anzeige zu erstatten, wie es weiter heisst.