Gebaut, Gestaunt, Gefeiert
Von Köbi Gantenbein*
«175 Büros interessieren sich für den städtebaulichen Wettbewerb, der Davos ein neues Stadtquartier in Davos Dorf bescheren soll.» Das verkündete Cornelia Deragisch, die Davoser Gemeindearchitektin, an einem Dorfumgang, zu dem das «Forum Bau und Kultur Davos» und «Hochparterre» am Samstag eingeladen haben. Staunend haben die gut neunzig Gäste den Plänen für das neue Zentrum in Davos zugehört: Bahnhof, Busbahnhof, neue Verkehrsführung, drei Siedlungen, Geschäftshäuser, Parkhäuser und grosser städtischen Freiraum. Im Spätsommer dieses Jahres werden die Sieger feststehen, im nächsten Jahr schon gibt es die Volksabstimmung.
Anlass für den Dorfumgang mit dem Forum «Bau+Kultur» war Hochparterres Themenheft «Die Alpenstadt baut», in dem nebst Plänen für Davos Dorf unter anderem das neue Schulhaus, die Dreifachturnhalle, der Vorbau der katholischen Kirche und die Arkaden mit dem Kulturplatz vorgestellt sind – alles Projekte, die Davos als Konkurrenzen – Studienaufträge, aber auch offene Wettbewerbe – im letzten Jahr fertiggestellt hat.
Heiter war die Stimmung im sonnigen Spätwinterwetter, heiter auch die Architektinnen Barbara Neff, Rebekka Marxer (Dreifachturnhalle), Severin Berchtold und Roman Arnold (Schulhaus Bünda), Georg Krähenbühl (Marienkirche) und Peter Hutter (Arkade), die den Stadtwanderinnen ihre Werke vorgestellt haben und nicht geizten mit Anekdoten über die teils tollkühne Art, wie Davos mit Terminen, Anforderungen und Radwechseln am fahrenden Zug vorgegangen ist. Am Schluss auf dem Arkadenplatz stellte sich Yasmine Bastug mit einem programmatischen Beitrag vor: Die neue Leiterin der Stadt- und Landschaftsplanung lud die Gästeschar ein, mit ihr auf einem grossen Plan Davos künftige Freiräume zu planen – partizipativ will sie Davos verbessern.
*Köbi Gantenbein ist Verleger von «Hochparterre» und Präsident der Bündner Kulturkommission. Bilder: zVg/Hannes Frigg
Das «Hochparterre»-Themenheft über Davos ist online erhältlich oder kann online angeschaut werden.