Jetzt gehts in Graubünden online auf die Pirsch
Hirsch, Gams und Wildschwein werden nun quasi durchleuchtet. Möglich macht das ein neuer Onlinetrainer des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei. Farbig und interaktiv zeigt er etwa, wie das Skelett der Wildtiere aufgebaut ist, wo die Niere liegt, wie eine gesunde Leber aussieht oder wie die Milz funktioniert. Die dreidimensionalen Tiermodelle können dazu in alle Richtungen gedreht und vergrössert werden.
«Bisher war es nicht möglich, den Wildtierkörper und die einzelnen Organe im Alltag anzuschauen», schreibt das Jagdamt dazu. Mit dem neuen Onlinetrainer können sie dies nun am Bildschirm tun. Er ergänzt damit die übrigen Lernhilfen und unterstützt die Ausbildung der Jägerschaft. Auch Interessierte können mit dem neuen Onlinewerkzeug mehr über die Anatomie von Wild erfahren.
Schiesstraining vor dem Computer
Für die Jägerinnen und Jäger gibt es ein zusätzliches Übungsmodell: den Schiesstrainer. Damit können sie den Schuss auf ein Tier simulieren und sehen, welche Organe getroffen wurden und welchen Effekt das auf die Tiere hat. «Gerade wenn noch keine grosse aktive Jagderfahrung vorhanden ist, kann die Simulation unterstützen», hält das Jagdamt dazu fest.
In einem dritten Bereich schliesslich erfährt die Jägerschaft, wie das Wildbret behandelt werden soll. Bilder und Informationen zeigen, was zu tun ist, nachdem ein Tier getroffen wurde.
Zwei Jahre dauerte es gemäss Marc Hosig, Leiter Zentrale Dienste beim Jagdamt, bis die neue Webapplikation stand. Entwickelt hat sie die in Chur ansässige Firma Pixelmolkerei.