Gegen sexualisierte Gewalt: Bündner Frauen gehen auf die Strasse
Der Vergewaltigungsprozess gegen einen ehemaligen Bündner Verwaltungsrichter schlägt in der ganzen Schweiz hohe Wellen. Einer der Gründe ist die Frage eines Richters an das mutmassliche Opfer, ob sie die Beine mit ihrer «nicht unkräftigen Statur» nicht besser hätte zusammenpressen müssen? Dies impliziert, dass man eine Vergewaltigung verhindern kann, wenn man die Beine fest zusammenpresst. Das Feministische Kollektiv Graubünden reagiert nun darauf und ruft für Freitag, 8. November, ab 17 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Grossratsgebäude in Chur auf.
«Wir wollen ein Zeichen setzen gegen sexualisierte Gewalt und gegen ein System, das Täter statt Opfer schützt», sagt Ioanna Bachmann vom Feministischen Kollektiv. Zudem findet einen Tag vorher, also am Donnerstag, 7. November, ab 19 Uhr, in der «Werkstatt» in Chur der feministische Stamm zum Thema statt.