Mitfiebern mit Johanna
Entführen in eine Welt, wie sie auf der Schatzalp vor hundert Jahren hätte sein können. Ergänzt um eine Geschichte, die zwar fiktiv, aber durchaus realistisch ist. Erzählt von Contrast Film im Auftrag der beiden Fernsehsender SRF und ARD. Vom ersten Moment an ist man mitten in der Erzählung um die Front-Heimkehrerin Johanna Gabathuler, um patriarchale Vorstellungen und Zwänge, um Krankheit und Leben auf Hochglanz. Den Hintergrund bildet der Krieg, der 1917 gerade Europa verwüstet und dem durch die versehrten Soldaten, die im Untergeschoss des Luxussanatoriums behandelt werden, Gesichter und Nähe gegeben werden. Schon bald färben sich die weisse Schürze der Krankenschwester Gabathuler und der weisse Schnee, von dem es reichlich gibt, rot von Blut.
Zwischen Glanz und Verzweiflung
Bei den Dreharbeiten sei das keineswegs so gewesen, erinnert sich Schatzalp-Inhaber Pius App gegenüber der DZ an die Dreharbeiten von vor einem Jahr. «Als es endlich schneite, flippten die Filmleute fast aus.» Das Schatzalp-Team habe einiges zu meistern gehabt. «Für die Dreharbeiten mussten wir zum Beispiel die Telefonstangen und die WLAN-Zugangspunkte vor dem Hotel entfernen.» Doch der Aufwand habe sich gelohnt, findet er. «Die Schatzalp ist sehr präsent.»
«Nur weil sich die Welt rundherum die Köpfe einschlägt, muss der Champagner nicht warm werden», proklamiert eine Figur im Film und setzt den Ton für die Handlung. Hinter dem fröhlichen Tanz im Ballsaal brodelt es, Johanna verfolgt atemlos die Pläne der einen Kriegspartei, um gleich danach den Pistolen der anderen gegenüber zu stehen. Der jungen Frau gehören die Sympathien, und gespannt verfolgt man ihre Versuche, in diesem Verwirrspiel der Ansprüche das ihr einzig Wichtige zu erlangen: Ihre Tochter.