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Graubünden

Feuerwehrübung mit Tücken, Schreckmoment und Happy End im Kloster Ilanz

Nicht immer läuft alles wie geplant – auch nicht bei einer Feuerwehrübung. Das merkte die Feuerwehr Ilanz, als im Kloster eine Drehleiter für einen Schreckmoment sorgte. Ein Happy End gab es doch noch.
Südostschweiz
15.06.2025, 14:00 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

Im Kloster Ilanz ist es am Mittwochabend ungewohnt abenteuerlich zu und hergegangen. Die Feuerwehr Ilanz führte dort planmässig eine Übung durch, die dann etwas anders verlief als geplant: Vor Ort im Einsatz waren 35 Feuerwehrleute, die zehn Freiwillige retten mussten. Und die Zeit eilte, aus den Fenstern stieg bereits der Rauch. Wie das Kloster in einer Mitteilung festhält, hatte die Aktion aber ihre Tücken: «Es musste festgestellt werden, dass die Autodrehleiter nur zu einem Teil der Schwesternzimmer gelangen konnte und auch nur, wenn die Parkplätze vor dem Kloster leer sind.»

Schreckmoment für Ordensschwester

Für eine Schwester dürfte die Feuerwehrübung in besonderer Erinnerung geblieben sein. Sie hatte sich freiwillig für die Rettung mit der Feuerwehrleiter gemeldet. Diese Leiter reichte aber nur knapp einen Meter bis vor ihren Balkon.

Spitzfindige Feuerwehr

Wie die Feuerwehr die Schwester doch noch retten konnte, geht aus der Mitteilung des Klosters nicht hervor. Klar ist aber: Sie konnte gerettet werden «dank eines innovativen und raschen Strategiewechsels der Feuerwehr unter Feuerwehrkommandant Gion Casaulta». Die Betroffenen des Klosters Ilanz schienen die ungewohnten Szenen mit Humor zu nehmen. Und am Ende bedankte sich die erschrockene Schwester herzlich für ihre Rettung.

Für den Ernstfall gerüstet

Am Ende der Übung zieht Feuerwehrkommandant Casaulta Bilanz und spricht von einer wertvollen Erfahrung: «Solche Übungen sind wichtig für uns, und wir wissen nun, wie wir auf einen Ernstfall im Kloster Ilanz zu reagieren haben.»

Ende gut, alles gut

Für ein zweites, glückliches Ende sorgten indessen auch Schinkengipfeli, die das Kloster für seine Gäste, Mitarbeitenden, die Schwestern und Feuerwehrleute zubereitet hatte.

(kkl)

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