«Lawinenpatrouille» als Magnet
Am meisten Aufmerksamkeit erregt habe wohl die 50 Jahre alte TV-Serie «Lawinenpatrouille», sagt Andri Perl, Mitinitiant und Moderator am Festival. «Viele hatten an der Produktion 1973 noch selber mitgewirkt oder erkannten auf den Bildern alte Bekannte und Gebäude.» Im Workshop «Biografisches Schreiben» hielten sich Einheimische und Zugereiste ungefähr die Waage. Sie bekamen von der Germanistin Claudia Frey-Heim und der Autorin Marianne Erne Handwerkszeug vermittelt, das es ihnen ermöglichen soll, Erinnerungen niederzuschreiben. «Wo fange ich an, wie ordne ich das Ganze, wie finde ich Ideen», waren wichtige Themen. Zu Papier gebracht wurden dann Kindheitserinnerungen, besondere Erlebnisse und Antworten auf die wichtige Frage der Enkel: «Wie war das, als du jung warst?» Die dabei entstandenen Texte durften die Kursteilnehmerinnen am Sonntag dann vor Publikum vorlesen. Eine Auswahl davon wird ausserdem in loser Folge in der DZ abgedruckt werden.
Grosse Namen
Lesungen waren ein wichtiger Teil des Literaturfestivals. Es durfte dabei mit namhaften Autoren aufwarten. Am Samstag stellte Arno Camenisch im Zwiegespräch mit Andri Perl Ausschnitte aus seinem Werk vor. Mit Texten aus ihren Büchern zugegen waren auch die Gewinnerin des Schweizer Buchpreises 2021, Martina Clavadetscher, sowie die Jungautorin Noëlle Gogniat. Am Sonntag war es die Geschäftsführerin des Kulturplatzes, Eike Riga, die Andri Perl durch die Lesung aus seinem neuesten Buch begleitete, während dieser anschliessend die Bestseller-Autorin Romina Casagrande zu ihren Texten befragte.