Bundesrat genehmigt Bau einer neuen Strasse zwischen Jenaz und Küblis
Mehr Sicherheit dank Entflechtung des Verkehrs
Das Bauprojekt umfasst eine Verkehrsentflechtung: Die bestehende Strasse bleibt im Talboden und steht künftig dem Langsamverkehr zur Verfügung, wie es in der Mitteilung heisst. So könne die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöht werden. Im Rahmen des Projekts wird das neue Nationalstrassenteilstück wie auch die bestehende Strasse neu trassiert. Weiter wird der Schutz vor Naturgefahren erhöht und die heutige Beanspruchung des Gewässerraums reduziert.
Gemeinsames Auflageverfahren nach Eisenbahngesetz
Weil das Strassen- eng mit dem Bahnprojekt verknüpft sei und die beiden Projekte voneinander abhängig seien, werde nun ein gemeinsames Auflageverfahren nach Eisenbahngesetz weitergeführt, schreibt der Bund weiter. An der Wahrung der Interessen Dritter – Planeinsicht, Einsprache- und Beschwerdemöglichkeiten – ändere sich dadurch nichts.
Der Baustart erfolgt gemäss Mitteilung frühestens ab 2027. Die Kosten für das Strassenprojekt belaufen sich auf 156 Millionen Franken, die Kosten für den Bahnanteil auf 169 Millionen Franken.
Enge Platzverhältnisse
Notwendig ist das Bauprojekt aufgrund der engen Platzverhältnisse im Talboden zwischen Jenaz und Küblis. Eng und kurvenreich ist die Strasse zwischen den beiden Anschlüssen Fideris/Jenaz und Küblis/Dalvazza. Der Gewässerraum der Landquart, die bestehende Nationalstrasse sowie die RhB müssen sich den verfügbaren Raum teilen. Weil es so eng ist, verkehrt der Langsamverkehr derzeit über Fideris und die RhB muss ihre Geschwindigkeit auf 45 km/h reduzieren. (sz)