Die Umsetzung des 445-Millionen-Projekts «Chlus» rückt näher
Die Umsetzung des Wasserkraftwerkes «Chlus» ist einen Schritt näher gerückt. Die Bündner Regierung hat die Konzessionsgenehmigung für das Projekt der Repower AG erteilt. Es soll in Zukunft Strom für knapp 50'000 Vierpersonenhaushalte pro Jahr liefern. Es gehört zu jenen 16 Wasserkraftprojekten, die von nationaler Bedeutung sind. Das Wichtigste in Kürze:
Darum geht es beim Projekt
Mit dem Projekt «Chlus» soll das turbinierte Wasser des bestehenden Kraftwerks Küblis, die in Küblis gefassten Abflüsse der Landquart sowie die Seitengewässer des Ariesch-, Furner- und Schranggabachs durch einen Druckstollen ins Industriegebiet von Trimmis geleitet werden. Vom neuen Wasserkraftwerk aus wird das Wasser in den Rhein zurückgegeben. Die installierte Gesamtleistung beträgt rund 62 Megawatt und die durchschnittliche jährliche Gesamtproduktion rund 237 Gigawattstunden. Zum Vergleich: Das neue Windkraftwerk in Chur soll 7,5 Gigawattstunden liefern. Mit dem Wasserkraftwerk kann der Strombedarf von knapp 50'000 Vierpersonenhaushalten während eines Jahres gedeckt werden. Die Investitionskosten für das Projekt «Chlus» belaufen sich voraussichtlich auf 445 Millionen Franken.
Das ist der Projektstand
Die zwölf Konzessionsgemeinden – Küblis, Luzein, Fideris, Jenaz, Furna, Schiers, Grüsch, Seewis, Landquart, Malans, Zizers sowie Maienfeld – haben dem Projekt «Chlus» bereits 2014 zugestimmt. Damit wurde der Repower AG die Wasserrechtsverleihung für die Nutzung der Wasserkraft der Landquart, des Ariesch-, Furner- und Schranggabachs auf der Strecke von Küblis bis zur Rheinmündung erteilt.
Das sind die nächsten Schritte
Wenn die Genehmigung rechtskräftig ist, wird Repower als nächsten Schritt das Projektgenehmigungsgesuch einreichen. «Wir arbeiten bereits mit Hochdruck daran und rechnen damit, dass wir gegen Ende des Sommers so weit sein werden», hält Repower-Mediensprecher Stefan Bisculm fest. Bis ein Bauentscheid getroffen werden könne, müssten aber noch einige Hürden überwunden werden. «Wenn alles wie geplant läuft, wäre der frühestmögliche Baubeginn im Sommer 2027.» Der Abschluss der Bauarbeiten wäre dann im Jahr 2032 geplant», erklärt Bisculm.