Die Sirenen heulen wieder in Graubünden
Der Februar ist da – und mit ihm der jährliche Sirenentest. Traditionell werden am ersten Mittwoch des Monats schweizweit die Alarmsignale überprüft, so auch in Graubünden. Laut einer Mitteilung der Regierung werden sowohl der allgemeine Alarm als auch der Wasseralarm getestet. Doch wissen alle Bündnerinnen und Bündner, was im Ernstfall zu tun ist?
Allgemeiner Alarm
Um 13.30 Uhr wird am Mittwoch über eine Fernsteuerung der Einsatzzentrale der Kantonspolizei in Chur der allgemeine Alarm ausgelöst. Ein regelmässiger auf- und absteigender Ton soll dann für eine Minute zu hören sein. «Dieser Alarm wiederholt sich innerhalb von fünf Minuten ein zweites Mal», heisst es in der Mitteilung. Einzelne Gemeinden werden dann noch einmal um 13.45 Uhr sämtliche Sirenen per Handauslöser testen.
Die dafür vorgesehenen Stellen sind ganz unscheinbar. Sie sehen aus wie herkömmliche Steckdosen und sind jeweils an der Aussenseite eines Gebäudes angebracht. «Die Zugänge sind draussen, damit sie für die Gemeinde einfacher zu finden sind», erklärt Jürg Mayer, Leiter des Bereichs Zivilschutz und Bauten beim kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie der allgemeine Alarm klingt? Wir haben hier eine Hörprobe für euch:
Wasseralarm
Auch der Wasseralarm kommt an einem Test nicht vorbei. Im Einzugsgebiet von Stauanlagen werde dieser um 14.15 Uhr und um 15 Uhr ausgelöst. «Es handelt sich um einen regelmässigen unterbrochenen tiefen Ton von sechs Minuten», heisst es weiter.
Das Signal soll vor Hochwasser warnen, wenn beispielsweise eine Staumauer bricht. «Falls einmal der Ernstfall eintritt, passiert das aber nicht von heute auf morgen», sagt Mayer. Die Technik heute sei so gut, dass sie bereits bis zu mehrere Tage vorhersehen könne, wenn mit einer Staumauer etwas nicht stimme. Die Fluchtpläne bei Wasseralarm sind laut Mayer bei den Gemeinden, die sich im Abflussgebiet von Stauanlagen befinden, einsehbar.