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Graubünden

Die grössten Musiktalente massen sich

Davoser Zeitung
07.02.2022, 17:03 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Konzentriert, aufmerksam und herzlich war die Stimmung am Jugendmusikwettbewerb vom Samstag vor einer Woche. Endlich konnten sich junge Musiker und Musikerinnen wieder am Wettbewerb der EMS Schiers und des VLKs präsentieren. 27 Jugendliche aus vier Ländern (Schweiz, Österreich, Liechtenstein, Deutschland) bewiesen der fachkundigen Jury ihr Können. Insgesamt spielten sie auf acht unterschiedlichen Instrumenten vor. Die Jury zeigte sich begeistert. Die Bewerberinnen und Bewerber hatten sich weiterentwickelt. «Ich bin beeindruckt, auf welchem Niveau die jungen Leute spielen», meinte Martin Zimmermann, Organisator des Wett­bewerbs und Initiator des Musikgymnasiums der EMS Schiers.

Die Spitze ist spitze

Trotz des insgesamt sehr hohen Niveaus hob sich die Spitze stark ab. In der Kategorie der unter 15-Jährigen überzeugte ein bekanntes Gesicht. Simon Gabriel aus S-chanf (Cornet) zog die Jury mit seiner Darbietung in den Bann. Er erspielte sich bereits zum dritten Mal den ersten Platz. Sarah Vester aus Feldkirch (Querflöte) und Felix Wrann aus Röns (Waldhorn) platzierten sich auf dem zweiten und dritten Platz.

In der zweiten Kategorie (Jahrgänge 2004 und 2005) stach ebenfalls eine ehemalige Preisträgerin heraus. Katharina Mätzler aus Langenegg (Fagott) präsentierte eine beeindruckende Leistung. Sie erlangte den ersten Rang. Auf dem zweiten und dritten Rang reihten sich Janic Sendl­hofer aus St. Moritz (Trompete) und ­Janessa Embley aus Wangs (Harfe) ein.

Bei den Jahrgängen 2002 und 2003 spielte sich der Musikgymnasiast Mischa Weiss aus Sent (Percussion) in die Herzen der Jury. Er durfte sich bereits zum zweiten Mal über einen ersten Platz am Jugendmusikwettbewerb freuen. Den zweiten Platz der dritten Kategorie errang Lena Pfitscher aus Übersaxen (Klarinette).

Aufbauende Rückmeldung

Am Jugendmusikwettbewerb geht es allerdings um mehr als ums Gewinnen. Die persönliche Weiterentwicklung aller Teilnehmenden liegt den Organisatoren und Juroren am Herzen. Jede einzelne Person erhält nach ihrem Vortrag eine aufbauende, pädagogische Rückmeldung. So kann sie weiter an sich arbeiten und ihr Talent voll entfalten. Für die persönliche Entwicklung sind ausserdem eben solche Musikwettbewerbe wichtig. Sie bieten den Jugendlichen ein Ziel, auf welches sie hinarbeiten können. Denn schlussendlich ist Musizieren wie Spitzensport: nicht nur die Begabung macht den Unterschied, auch das konsequente Üben und die mentale Stärke spielen eine Rolle. Das traditionelle Preisträgerkonzert wird aufgrund der Pandemie verschoben.

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