Die Erinnerung an Marc Paganini lebt weiter
Marc Paganini. Er war einer der schillernden Figuren, die die Bündner Musikszene hervorgebracht hat. Und er war einer der wenigen Bündner, der mit seiner Musik in ganz Europa Erfolge feiern konnte.
Angefangen hatte alles bei Viva. Einer Band in Deutschland. Einer Band, die Barbara Schenker gehörte, der Swchester von Scorpion-Gründer Rudolf Schenker. Dort konnte Marc Paganini, der eigentlich Marko heisst, seiner Stimme Ausdruck verleihen. Er veröffentlichte mit Viva zwei Alben, danach verliess er die Band mit Gitarrist Ralph Murphy, um mit ihm in der Schweiz seine Band Paganini aus der Taufe zu heben.
Erfolg in Europa
Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. 1985 landeten sie mit «Berlin by Night» einen Hit in Deutschland. Der Song fand dann auch im Film «Alpha City» Eingang. Dank dieses Hits ging es für Paganini mit Mötley Crüe auf Europatournee.
1990 veröffentlichte Paganini das dritte Album «Detox», auf dem unter anderem der Song «Time» erschien – ein Song, den der Musiker Prince ihm überlassen hatte. Beim Besuch im Paisley Park Studios sang Paganini den Song mal vor, so wie er das machen würde. Und Prince habe daraufhin gesagt, «dass ich das für einen ‹White Boy›, wie er sagte, ziemlich gut mache.» Das sagte Paganini in einem Interview mit dem Magazin «Metal Factory» vor 15 Jahren.
Beste Zeiten, beste Orte und beste Leute
Heute vor einem Jahr ist Paganini verstorben. Seine Leber hat versagt. Schuld daran waren die Drogen, die er in den jungen Jahren genommen hatte. Nie wieder würde er das wiederholen oder nochmal anfangen, sagte er bereits vor 15 Jahren, als er wieder clean war. «Aber es war ein zweischneidiges Schwert zu dieser Zeit. Hätte ich sie nicht genommen, hätte ich zum Beispiel nie im Vorprrogramm von Mötley Crüe gespielt.»