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Graubünden

Der Polizei 14 Faustfeuerwaffen übergeben

Olivier Berger
10.11.2019, 14:55 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Die Kantonspolizei Graubünden hat am Wochenende 190 Waffen entgegengenommen. Bei 112 davon habe es sich um ehemalige Armeewaffen gehandelt, sagte René Schuhmacher, Mediensprecher der Kantonspolizei, gestern auf Anfrage. «Auch bei den 14 Faustfeuerwaffen, die abgegeben wurden, handelte es sich vorwiegend um frühere Armeepistolen.» Daneben seien bei den Polizeiposten im Kanton auch rund 50 Sportgewehre und Jagdwaffen abgegeben worden.

Insgesamt sei die Anzahl der abgegebenen Waffen im Vergleich zur bisher letzten Rückgabeaktion vor drei Jahren um fast einen Drittel gesunken, so Schuhmacher. «Dies, obwohl etwa gleich viele Personen die Gelegenheit zur Rückgabe genutzt haben.»

Weniger Waffen, neue Munition

Über die Gründe für den Rückgang könne er nur spekulieren, sagte Schuhmacher. «Denkbar ist, dass in den Haushalten nicht mehr so viele Waffen vorhanden sind wie früher, als diese noch verbreitet als Erinnerungs- und Dekorationsstücke gesammelt wurden.»

Dafür, dass neben den Waffen sehr viel Munition abgeliefert wurde, hat Schuhmacher wenigstens teilweise eine Theorie. «Ein Teil der Jagdmunition könnte abgegeben worden sein, weil Graubünden früher oder später auf bleifreie Munition umstellen wird», sagte er gestern.

Die Waffen-Rückgabeaktionen finden in Graubünden rund alle drei Jahre statt. Allerdings könnten Waffen und Munition jederzeit beim nächsten Polizeiposten abgegeben werden, teilte die Kantonspolizei gestern mit. Allerdings liege die Ablieferquote in den Jahren mit Aktion deutlich höher.

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