Das ist gut, das Südostschweizer Bier
Zum zweiten Mal nach 2017 hat der Schweizer Brauerei-Verband diese Woche die Swiss Beer Awards verliehen. In die Kränze kamen auch Biere von drei Brauereien aus der Südostschweiz, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Prämiert wurden:
- von der Brauerei Calanda das Calanda Edelbräu in der Kategorie Spezial hell,
- von der Biervision Monstein AG das Monsteiner Häusträffel Weizen in der Kategorie Hefeweizen hell
- von der Glarner Brauerei Adler, das Vrenelis Gärtli in der Kategorie Belgisches Witbier mit Koriander und Orangenschalen, das Rufelihund bei den Red Ale / Amber Als und das Adler Bräu Panix Perle in der Kategorie Spezial hell.
Vor zwei Jahren bei den ersten Swiss Beer Awards staubten diese drei Brauereien noch deutlich mehr Preise ab. Calanda gewann 2017 vier, Biervision Monstein drei und Adler Bräu fünf Preise. Das muss den Brauereien aber kein Kopfzerbrechen bereiten und ihre Biere sind auch nicht plötzlich viel schlechter geworden. Hauptgrund für den Award-Rückgang sind Änderungen bei der Preisverleihung selbst.
Dabei werden zwar immer noch die gleichen Bewertungskriterien wie 2017 angewendet, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Das sind zum einen Laboruntersuchungen, bei denen Kriterien wie der pH-Wert, die Bittereinheiten, Dichte, Alkoholgehalt oder Vergärungsgrad gemessen werden. Zum anderen werden sämtliche für die Awards eingereichten Biere einer sensorischen Beurteilung durch eine 38-köpfige Fachjury unterzogen. Kurz, sie werden verkostet und nach Optik, Aromatik, Geschmack, Konsistenz, Nachtrunk und Gesamteindruck bewertet.
Mehr Konkurrenz, weniger Preise
Geändert wurden dagegen gewisse allgemeinen Spielregeln, wie Marcel Kreber, Direktor des Schweizer Brauerei-Verbandes, auf Anfrage erläutert. «Nach der ersten Austragung gab es etwa Kritik an der Durchführung, weil zu viele Preise vergeben wurden. ‹Jeder, der mitmachte, gewann auch einen Preis› hiess da von verschiedenen Seiten», sagt er zum Beispiel. Bei 175 Awards (Gold und Silber), die an 220 eingereichte Biere vergeben wurden, eine nicht ganz unbegründete Kritik. Man habe sich darum für die zweite Ausgabe an internationalen Standards orientiert und eine 30-Prozent-Guillotine eingeführt. «Das heisst, von allen eingereichten Bieren werden maximal die besten 30 Prozent ausgezeichnet und das Kategorien-übergreifend», erklärt Kreber. Das heisst die Biere konkurrieren nicht innerhalb der Kategorie, zu der sie gehören, sondern mit allen eingereichten. So gibt es Kategorien, in denen keine Preise vergeben wurden, in anderen dafür umso mehr.