Das ist die neue Badi Schiers: Freibad startet nach zweijährigem Umbau in die Sommersaison
Von Simon Blatter
Der kleine Elefant und die rote Schlange fühlen sich etwas verloren an diesem kühlen und wolkenverhangenen Morgen Anfang Mai. Sie haben sich noch nicht so richtig an ihre neue Umgebung gewöhnt. Die Landschaft um sie herum gleicht einer kargen Wüste und ihr Wasserreservat ist trocken. Dennoch haben die beiden einen Ausdruck von Vorfreude im Gesicht. Sie wissen nämlich: Schon bald wird in der kargen Wüste ein saftiger Rasen spriessen und rund um sie herum fröhliche Kinder planschen. Voraussichtlich am 23. Mai, bei schlechtem Wetter eine Woche später am 30. Mai, wird nämlich ihr Habitat, die Schierser Badi, nach zweijähriger Umbaupause in neuem Glanz für die Öffentlichkeit zugänglich.
Viel Licht
Darauf freuen sich nicht nur der Elefant und die Schlange am neuen Kinderbecken, sondern auch Reto Stiefel, Betriebsleiter der Evangelischen Mittelschule Schiers (EMS), zu der das Freibad gehört. Neben dem Kinderbecken sticht der Holzbau des neuen Garderobengebäudes ins Auge, der anstelle des alten Schindelhauses steht. Geplant hat diesen das Architekturbüro Liesch Architekten AG aus Chur. Das Unternehmen schreibt, der Bau bestehe weitgehend aus unbehandeltem einheimischem Holz. Tatsächlich fällt in den lichtdurchfluteten öffentlichen Garderoben und im Kiosk der Duft nach frischem Holz auf. Im Gebäude führt eine Treppe nach unten auf den ebenfalls erneuerten Sportplatz der Schule. Die Garderoben des Sportplatzes dienen auch als Schulgarderoben fürs Freibad. Weiterhin ein zentraler Bestandteil der Anlage bleibe der öffentliche Kiosk mit Snacks, Grilladen und kleinen Gerichten, schreibt die EMS in einer Medienmitteilung. «Mit der Sanierung bleibt die vertraute Atmosphäre bestehen, während die Infrastruktur deutlich verbessert wurde», heisst es dort weiter. So habe man beispielsweise die beiden bestehenden Becken neu ausgekleidet. Auch die Mitarbeitenden bringen die vertraute Atmosphäre zurück: «Die Angestellten in dieser Saison sind alles Leute, die schon im alten Freibad gearbeitet haben», berichtet Reto Stiefel.