Das Avers bekommt für die nächste Woche eine Luftbrücke
Heftige Niederschläge suchten Graubünden in den letzten Tagen heim. Im Avers führten die Regenfälle zu einem Felssturz, der das Tal für voraussichtlich eine ganze Woche von der Aussenwelt abschneidet, wie der regionale Betriebsleiter des Tiefbauamts Graubünden am Dienstagnachmittag bestätigt. Der lokale Förster und sein Team waren zum Zeitpunkt des Abgangs vor Ort und hatten Glück im Unglück.
Dass sich der Felsen oberhalb der Hauptstrasse bei Innerferrera löste, wurde bereits am Montagmorgen bemerkt. Das Team von Riccardo Ryffel, Betriebsleiter Forstbetriebe der Gemeinde Ferrera, arbeitete den ganzen Tag auf dieser Strasse. «Wir haben dort an einem Holzschlag gearbeitet.» Die Gefahr eines Steinschlags war Ryffel bewusst. «Wir haben die Veränderungen nach dem Wochenende bemerkt», erklärt er auf Anfrage.
Und hinter ihnen der Fels
Sein Team arbeitete danach im hinteren Teil der Strasse und meldete die Beobachtungen dem Tiefbauamt. Ryffels Arbeiter hatten dann auch dementsprechend Glück: «Nach dem Mittag ist mein Team vom hinteren Teil nach vorne gefahren. Sie haben gemerkt, dass immer mehr Material auf die Strasse kam. Unmittelbar danach löste sich der Felsen hinter dem Forstteam und schnitt die Strasse ab», sagt der Förster gegenüber Radio Südostschweiz. «Die Natur zeigt einem einmal mehr, wie klein man eigentlich ist.»
Wie Riccardo Ryffel die Situation empfunden hat, schilderte er Tanja Egli von Radio Südostschweiz:
Luftbrücke einrichten
Bereits am Sonntag habe sich die Situation abgezeichnet, sagt Paul Eicher, Leiter Betrieb Bezirk 7 des Tiefbauamts Graubünden. «Aufgrund der starken Niederschläge kam bereits am Wochenende Material über die Strasse. Am Montag kamen dann die grossen Brocken.»