Darum waren nach dem HCD-Play-off-Spiel mehrere Tunnels gesperrt
6547 Zuschauerinnen und Zuschauer haben am Dienstagabend in Davos das zweite Play-off-Halbfinalspiel zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions (4:3) verfolgt. Einige davon staunten nach 23 Uhr nicht schlecht, als sie auf der Heimfahrt nicht durch den Gotschnatunnel fahren konnten. Stattdessen wurde die Autokolonne durch Klosters umgeleitet. Später folgten zwei weitere Umleitungen zwischen Grüsch und Ganda sowie zwischen Ganda und Landquart. Denn auch der Chlustunnel und der Karlihoftunnel waren gesperrt.
Planung erfolgte Anfang Jahr
Beim Kanton sind deswegen Reklamationen eingegangen, wie Ramona Tiefenthal, Kommunikationsleiterin beim Tiefbauamt Graubünden, auf Anfrage sagte. Laut einer Pendlerin, die in Davos arbeitet und in Schiers wohnt, wurden am Dienstag zum wiederholten Mal Strassenabschnitte gesperrt und umfahren. Und das auch nach allen bisherigen drei Heimspielen des HC Davos.
Grund für die Sperren waren Unterhaltsarbeiten in den Tunnels, so Tiefenthal weiter. Über das ganze Jahr werden Arbeiten in Tunnels ausgeführt, Beläge, Wände und Decken gereinigt sowie Filteranlagen ausgebaut, vom Schmutz befreit und wieder eingebaut. Diese Arbeiten würden jeweils von Sonntag bis Freitag nachts ausgeführt, weil dann weniger Verkehr unterwegs sei. Und sie wurden Anfang Jahr vom kantonalen Tiefbauamt und dem Bundesamt für Strassen geplant. Als die Daten für die Ausführungen in den Tunnels im Prättigau festgelegt worden waren, war noch nicht klar, ob der Hockeyclub Davos in den Play-offs spielen und wann er allfällige Heimspiele austragen wird, sagt Tiefenthal.