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Graubünden

Dauerregen: Die Hochwassergefahr in der Südostschweiz steigt

Durch die ergiebigen Regenfälle steigt in diesen Tagen die Gefahr von Hochwasser und Erdrutschen. In mehreren Regionen warnt der Bund vor Hochwasser und Erdrutschen – so auch in der Südostschweiz.
Nicole Nett
31.05.2024, 15:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Es regnet – und es will nicht aufhören. «Die Böden sind bereits gesättigt», schreibt das Bundesamt für Meteorologie in seinem Naturgefahrenbulletin vom Freitag. Und es werden in den kommenden Stunden weitere, ausgiebige Niederschläge erwartet. Deshalb könnten Hochwasser oder spontane Rutschungen auftreten. Betroffen seien vor allem die Zentral- und Ostschweiz.

– zitiert aus Naturgefahrenbulletin, Meteoschweiz

Der Alpenraum liegt im Einflussbereich eines Tiefs über Norditalien, welches bis am Samstag über den östlichen Alpenbogen hinweg nach Tschechien zieht, wie Meteoschweiz schreibt. Zwischen dem frühen Donnerstagmorgen und Freitagvormittag sind am Alpennordhang sowie in Teilen Nordbündens verbreitet 30 bis 60 Millimeter Niederschlag gefallen. Die ergiebigen Niederschläge halten am Freitag weiter an. In der Nacht auf Samstag lassen sie von Westen her dann allmählich nach, bevor sie am Samstagvormittag auch in der Ostschweiz zu Ende gehen.

Fürchtet ihr euch vor Hochwasser oder Erdrutschen?

Die Wasserpegel steigen

Die Niederschläge haben zu einem Anschwellen der Fliessgewässer geführt. An einigen kleineren Flüssen wurde punktuell die Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr) erreicht. Die grossen Flüsse befinden sich derzeit noch in der Gefahrenstufe 1 (keine oder geringe Gefahr), ihre Pegel steigen jedoch an. Auch die Wasserstände der Seen verzeichnen eine Zunahme.

Die bis Samstag vorhergesagten Niederschläge werden gemäss Meteoschweiz die Bäche und Flüsse auf der Alpennordseite weiter ansteigen lassen. Die Böden sind gesättigt, und die Schneefallgrenze liegt zwischen 1800 und 2000 Metern. Dadurch fliesse ein grosser Teil des Niederschlags direkt ab. «Dies verschärft die Hochwassergefahr zusätzlich», so die Meteorologen.

Angesichts der neusten Prognosen gelten weiterhin die aktuellen Hochwasserwarnungen mit folgenden Anpassungen: Die Gefahrenstufe für Thur und Hochrhein wird auf 3 (erhebliche Gefahr) angehoben. Die Warnungen der Stufe 2 werden auf die Sihl, die Limmat, die Reuss, die Linth sowie den Zürich- und Walensee ausgedehnt.

Die Regengüsse lassen spätestens am Dienstag wieder nach. Erst dann zeigt sich die Sonne wieder. 

Wie hoch aktuell die Gefahr in eurer Region ist, könnt ihr hier nachlesen. Das Naturgefahrenbulletin wird laufend aktualisiert.

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