Bündnerin an der Spitze einer Landeskirche
Rita Famos erreichte im ersten Wahlgang mit 47 Stimmen das absolute Mehr der stimmberechtigten Anwesenden deutlich. Die im Kanton Zürich wohnhafte Bündnerin wurde als Präsidentin der Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) für die Amtsdauer 2021 bis 2022 gewählt. Zum Rennen für das Präsidium angetreten war neben Famos auch die Westschweizer Pfarrerin Isabelle Graesslé. Auf Graesslé entfielen 25 Stimmen.
Die neugewählte EKS-Präsidentin sagte nach ihrer Wahl in einer Videobotschaft, sie sei sehr glücklich über das in sie gesetzte Vertrauen. Sie werde die Ärmel hochkrempeln und dazu beitragen, dass sich die evangelische Kirche gemeinsam bewege. Die Kirche lebe von der Vielfalt und der Arbeit an der Basis. Es gelte Zusammenzustehen und im Vertrauen auf Gottes Kraft den Dienst in der Nachfolge Christi zu leisten.
Die Glocke hat geläutet, die November Synode der EKS beginnt. Während der heutigen virtuellen Synode wird das Komm-Team...
Gepostet von Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz am Montag, 2. November 2020
«Fröhliche Macherin»
Vor der Wahl hatten sich verschiedene Delegierte der Kantonalkirchen für Famos ausgesprochen. Dabei wurde sie mehrfach als tatkräftige, dynamische und vermittelnde Person bezeichnet. Die EKS sei durch die Geschehnisse rund um den bisherigen EKS-Präsidenten Gottfried Locher erschüttert worden und diese Krise sei noch nicht überwunden. Famos sei eine Person mit einer geerdeten Theologie und habe die Fähigkeit Vertrauen wieder aufzubauen. Sie sei die richtige für diese schwierige Lage.
Die Delegierte der Zürcher Kantonalkirche bezeichnete Famos als Zürcher Kandidatin, auch wenn sie eine Bernerin mit Bürgerorten in Graubünden und Luzern sei. Sie sei «eine fröhliche Macherin, auf die Verlass sei und die die Kirche vorantreiben» wolle.