Chauffeur reisst Dieseltank auf und gefährdet die Umwelt
Ein 34-jähriger Chauffeur hat am Dienstagabend auf der Raststätte Campagnola bei San Vittore ein Fahrmanöver gemacht, um sein Sattelmotorfahrzeug für die Übernachtung abzustellen. Dabei missachtete er eine Signalisation, was die Aufmerksamkeit einer Patrouille der Kantonspolizei Graubünden auf ihn zog, wie diese am Mittwoch mitteilte.
Diese beobachtete, wie er sich an einem Betonsockel den rechten Dieseltank aufriss und auf den Parkplatz fuhr. Die beiden Polizisten richteten mit Abfallsäcken und Ölbinder behelfsmässige Sperren an zwei Abwasserschächten ein. Sie veranlassten das Aufgebot der Feuerwehr, eines Spezialisten des Amtes für Natur und Umwelt und schlossen die Raststätte.
Die Bündner Polizeiarbeit in Bildern 2023
Einsatz bis frühmorgens
Die Feuerwehr Bassa Mesolcina rückte mit vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften an, heisst es in der Medienmitteilung der Polizei weiter. Gemeinsam mit einem aufgebotenen Saugwagen wurde der Schacht mit seinen Verzweigungen ausgesaugt und gespült. Nach ersten Erkenntnissen flossen 100 Liter Diesel aus, was einen grossflächigen Einsatz von Ölbindemittel nach sich zog.
Gemäss dem Spezialisten entstand kein Schaden für die Umwelt. Der Einsatz wurde in der Nacht um 2 Uhr beendet. (red)